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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 08:27 Uhr

Oktoberfest : Feiern wie die Bayern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Risum-Lindholms Sportverein Frisia 03 lud anlässlich seines zehnjährigen Bestehens zu einem großen Oktoberfest ein. 700 Friesen hatten sich schon zwei Tage nach dem Verkaufsstart sämtliche Karten gesichert.

von
erstellt am 24.Sep.2013 | 07:45 Uhr

700 frohgestimmte Friesen in der völlig ausverkauften Friesenhalle, fast alle Mannskerle in krachledernen Büxen und die Madln in schmucken Dirndlkleidern: Risum-Lindholm feierte mit dem zweiten großen Oktoberfest eine Riesenfete, wie es sie im Dorf in ihren Ausmaßen noch nie gegeben hatte.

„Wir hatten in der Tat Rekordbesuch“, freute sich der Vorsitzende des Sportvereins Frisia von 2003, Hartmut Wiebe, über das Interesse an dieser Veranstaltung. Äußerer Anlass des Festes war der zehnte Jahrestag der Fusion der beiden örtlichen Sportvereine – des nach dem Krieg gegründeten TSV Viktoria Risum-Maasbüll und des MTV Frisia Lindholm von 1898 – zum neuen Großverein. Dieser hat derzeit 1700 Mitgliedern, ein stattliches Sportangebot und einem hohen Bekanntheitsgrad im Lande durch König Fußball.

Doch bei allen sportlichen Ambitionen haben die „Lonhamer“ die Geselligkeit und Feste in froher Runde nie vergessen. Eine erste Kostprobe, es einmal den Bayern nachzutun, gab es vor fünf Jahren in der Reithalle des Ostermooringer Reit- und Fahrvereins. Sie kam so gut an, dass eine Wiederholung vorprogrammiert war. Und gemessen am Erfolg dieser Fete sind Wiederholungen nicht ausgeschlossen. „Wir werden so ein Fest nicht jedes Jahr anbieten“, wollen Wiebe und sein Vorstand den Reiz des Besonderen erhalten. Aber es wird in Risum-Lindholm bei Frisia mit Sicherheit in bestimmten Zeitabständen weitere solcher Oktoberfeste geben. „Auch wenn sie von uns eine ‚Schweinearbeit‘ abfordern.“

Nach einem deftigen Essen – es gab wahlweise bayerischen Krustenbierbraten, Spanferkel, Schweinshaxe, Weißwurst und Leberkäs‘ – entboten Hartmut Wiebe und Cheforganisator Dirk Friedrichsen der fröhlichen Gesellschaft einen herzlichen Willkommensgruß. Der Vereinsvorsitzende erinnerte an einen nach dem Zusammenschluss der beiden Klubs zögerlichen Start mit kleinen Kinderkrankheiten. „Doch wir sind dann gut in Fahrt gekommen und bis heute zu „einer Marke“ geworden.

Wie gut sich das Image des SV Frisia entwickelte, zeigte die Tatsache, dass das Oktoberfest 2013 zwei Tage nach seiner Ankündigung ausverkauft war. Dank der einwöchigen vorbereitenden Fleißarbeit des 20-köpfigen Organisationsteams war die Friesenhalle in eine Art Festzelt á la Münchener Wies’n verwandelt worden: weiß-blaue Wimpel auf den Tischen und eine gleichfarbige Deko ringsum, „Oktoberfest“ in großen Lettern an einer Giebelwand und überhaupt eine fast total auf Bayerisch kostümierte Gesellschaft, die auf Anhieb in guter Stimmung war. Das etwa war auch schon der erste große Eindruck, von dem der Gast beim Betreten der Halle umfangen war.

Dieser Art erstem Höhepunkt gesellten sich weitere hinzu: die von einer Vielzahl von Sponsoren aus der Nahregion beschickte Tombola, die Stimmungskapelle „Hohner Dorfmusikanten“ und der Auftritt der Deutschen Meister im Videoclip „Move It Up“ aus dem Studio von Sonja Stümer. Eine Jury unter der Leitung von Dirk Hahn und mit Bürgermeister Hauke Christiansen kürte Tina Jacobsen als das „Madl“ mit dem schönsten Dirndl.

Die Fete dauerte bis gegen 4.30 Uhr. Die letzten Gäste traten den Heimweg um 5.30 Uhr an – teils zu Fuß, teils mit dem Taxi – wegen der einen oder anderen Maaß. Am Wahlsonntag folgte ein Frühschoppen. Zum Auftakt hielt Pastor Tim Ströver eine Morgenandacht. Danach spielte der Feuerwehrmusikzug Wacken auf – und zog vor annähernd 300 Besuchern eine aufmunternde Show auf, bei der auch getanzt wurde. Zwischen Brot- und Mittagszeit, zu der ein Burgunderbraten aufgetischt wurde, neigte sich ein Festwochenende dem Finale zu. „Es ist friedlich und fröhlich abgelaufen“, befand Frisia-Vorsitzender Hartmut Wiebe. „Wir hatten ein wunderschönes Oktoberfest, das unsere Gäste sicher in guter Erinnerung behalten werden.“

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