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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 23:14 Uhr

Straßenfest : Feierlaune auf der bunten Meile

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gut besucht: Der Handels- und Gewerbeverein ist mit dem Verlauf des Hauptstraßen-Vergnügens vollauf zufrieden.

von
erstellt am 05.Mai.2014 | 06:30 Uhr

Es mögen wieder an die 10 000 Besucher gewesen sein, die der Stadt Niebüll am Sonnabend beim jüngsten Hauptstraßenvergnügen die Ehre gaben. „Fantastisch“ befand Bürgervorsteher Uwe Christiansen deshalb auch den Besucherandrang, der sich schon 100 Minuten nach den eröffnenden Fanfarenstößen der Niebüller Spielleute eingestellt hatte. Das dichte Gedränge und Geschiebe in der bunten Meile zwischen Aldi und Knudtsen sollte auch bis in die frühen Nachmittagsstunden Bestand behalten.

Das längst kultige Niebüller Stadtfest war von Beginn an von einer heiteren Grundstimmung getragen. Das mag am Wetter gelegen haben, das sich wenigstens in den ersten Stunden der Fete von seiner besten Seite zeigte. Erst am Nachmittag versteckte sich die Sonne hinter einer immer dichter werdenden Wolkendecke. Es wurde ungemütlich kühl. Doch auch wärmend vermummt ließ es sich weiter feiern – am späteren Nachmittag und schließlich abends bei der großen Open-Air-Fete mit den „Tornados“ auf dem Rathausplatz.

Es war einiges anders als gewohnt. Der turnusmäßige Wochenmarkt wurde vom Rathausplatz in die Böhmestraße zwischen Rathausstraße und Westersteig verlegt und fand dort geradezu gemütlich eng statt. Dafür war auf dem Rathausplatz mehr Raum – und die Szene dort deutlich entspannter, meinte Stadtmanager Holger Heinke. Auch HGV-Geschäftsführerin Silke Jannsen atmete auf. Ihr Organisationsteam hatte mehr Platz für die Vorbereitungen zu den einzelnen Aktionen.

Sie waren wieder alle gekommen – Vereine, Institutionen, Akteure, Straßenkünstler und Dienstleister gegen Hunger und Durst. Es duftete nach Crêpes, Pommes, Bratwurst und Süßem aus dem Stand des Zuckerbäckers. Für die Kinder drehten sich ein Karussell und ein Kettenflieger. Im Kirchensteig hatte sich eine Kinderspielkiste geöffnet. Zwei Hüpfburgen luden zum Springen ein, eine dritte zum Klettern. Wer mochte, konnte Dosenwerfen. An mehreren Stellen wurde geschminkt. Und überhaupt war das Stadtfest auch ein Kinderfest. An die Junioren war ebenfalls gedacht. Sie konnten sich in Teams beim „Human Table Soccer“ vergnügen.

Großes Interesse fand erneut die Fundsachenversteigerung. Runa Jensen vom Amt Südtondern brachte unter den Hammer, was verloren, vergessen, weggeworfen oder gefunden wurde – darunter 48 Fahrräder, zwei Rollatoren, ein Rollstuhl und sogar ein Ehering. Als Erlös Kamen 1087 Euro heraus.

Wie immer war die Hauptstraße eine klingende Meile. Zuerst kam der Freie Fanfarenzug Niebüll, danach die Beat Factory aus Husum. Am Nachmittag und frühen Abend gab es von „Roast Apple“ und „Land in Sicht“ gehörig was auf die Ohren, und davor leisere Töne von „alike“ und „Löffels“. Den Schlussakkord des Festes setzte bis gegen Mitternacht die Party-Band „Tornados“.

Straßenkunst durfte beim Hauptstraßenvergnügen auch nicht fehlen. Wie im vergangenen Jahr gastierte Bjørn de Vil aus Heikendorf in Niebüll, dieses Mal mit einem Stelzen-Walk-Act im XXL-Format. Zwei bunt schillernde Fantasie-Enten trieben mit den Leuten ihre Späße. Meister de Vil, übrigens seit 22 Jahren als Multi-Comedy-Artist auf Bühne und in der Kleinkunst auf der Straße national und in Europa unterwegs, setzte einen feurigen Schlusspunkt. Er und seine beiden Stelzen-Kollegen waren Hingucker besonderer Güte.

 

 

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