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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 07:49 Uhr

Fatz-Cup: Kampf der Motoren

vom

Bereits zum elften Mal stellten Teilnehmer aller Altersklassen beim Moto-Cross- und Quadrennen ihr Können unter Beweis

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Braderup | Südtondern von 7 bis 7, so hätte die Überschrift des 11. Fatz-Cups vom MSC (Motorsport-Club) Südtondern im ADAC lauten können, denn die Veranstaltung begann um 7 Uhr morgens und endete gegen 19 Uhr mit der Siegerehrung. Dazwischen lagen zwölf Stunden Kampf der Motorrad begeisterten Teilnehmer aus allen Ecken Schleswig-Holsteins und Dänemarks.

90 Nennungen sind in diesem Jahr eingegangen. Vor zwei Jahren waren es über 100. Der Fatz-Cup war im vergangenen Jahr wegen härterer Auflagen ausgefallen. Vorsitzender Stefan Schartau: "Außerdem werden jetzt auch von Hobbyfahrern Lizenzen verlangt, die teuer sind." Viele Teilnehmer waren nicht gewillt, die zusätzlichen Kosten zu finanzieren.

Zwischen Braderup und Klixbüll, von der Bundesstraße 5 aus gut sichtbar, war eine Fläche für das vom ADAC unterstützte Moto-Cross- und Quadrennen hergerichtet worden. An den Start gingen die Clubsportklassen L2 und L3 sowie die Königsklasse L1, ferner die Kinder- und Jugendklassen 50 Kubikzentimeter, 65 Kubikzentimeter und 85 Kubikzentimeter, die vierrädrigen Quads und neu in diesem Jahr die Old Boys Ü 40-Klasse. Die jüngsten Teilnehmer waren gerade mal sieben Jahre alt. Sie düsten wie ihre großen Vorbilder unerschrocken über die Piste. Drei deutsche Meister gingen an den Start, unter anderem Andreas Rogge aus Süderlügum (er ist auch dreifacher Nord-Cup-Sieger). Als Vollprofis nahmen die Brüder Kai und Daniel Sedlatz und als einzige weibliche Motocrossfahrerin die 13-jährige Annika Richter aus Leck teil.

Auf dem Gelände herrschte Volksfeststimmung. Unzählig die Zuschauer, die voll auf ihre Kosten kamen. Sie fieberten mit ihren Favoriten um den Sieg und verfolgten gespannt, wie sie um die Kurven fetzten und über die aufgeworfenen Erdhügel flogen. Herausragend Andreas Rogge, der ein unglaubliches Tempo vorlegte und ein Wahnsinnsrennen fuhr. Für den Notfall stand das DRK mit seinen Rettungsfahrzeugen bereit. Es gab zwar einige Stürze, die aber dank der dick gepolsterten Fahreranzüge ohne Folgen blieben.

Der Veranstalter hatte natürlich auch wieder an das leibliche Wohl der Zuschauer gedacht. Die Kinder konnten sich in einer Gummihüpfburg austoben. Bei der Verlosung winkten attraktive Preise wie ein Werkzeugkasten als Hauptgewinn im Wert von 1000 Euro.

Bernd Brodersen aus Klixbüll moderierte die Durchläufe dicht am Geschehen und schluckte jede Menge Staub. Vorsitzender Stefan Schartau, der am Vortag erst wegen seines kompliziert gebrochenen und operierten Fußes aus dem Krankenhaus entlassen worden war, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Szene vom Wagen der Wertungsrichter aus zu beobachten und mit zu werten. Er dankte allen Helfern und Sponsoren, die sich für die erfolgreiche Durchführung des 11. Fatz-Cups eingesetzt haben. "Die Großveranstaltung verlief reibungslos, ohne Unfälle und mit sagenhaft vielen Zuschauern."

Die Namen der Sieger: In der Königsklasse L1 siegte Andreas Rogge vor den Brüdern Kai und Daniel Sedlak. In der Leistungsklasse L2 hatte Tobias Petersen die Nase vorn vor Martin Dittmann und Marvin Ehlers. In der Klasse L 3 lag Max Petersen an erster Stelle gefolgt von Tom Wiese und Jacob Hefftner. In den Jugendklassen siegten: 50 ccm: 1. Felix Hefftner, 2. Ben Brodersen, 3. Lasse Annecke. 65 ccm: 1. Thais Lauritzen, 2. Hannes Hinsch, 3. Georgio Nicolic. 85 ccm: 1. Cedric Keil, 2. Hans-Henning Först, 3. André Licht. Quads: 1. Patrick Marquard, 2. Pascal Clausen, 3. Boje Lorenzen. Old Boys Ü40: 1. Heinzi Schwerin, 2. Bernt Rolf Jannsen, 3. Ralf M. Hansen.

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