Förderverein : Fast eine Million an Spendenvolumen

Der Förderverein Kreiskrankenhaus Niebüll hat viel geleistet. 160 000 Euro für den Neubau des Bewegungsbades sind schon gesammelt

shz.de von
28. Juni 2014, 05:00 Uhr

Der Förderverein Kreiskrankenhaus Niebüll von 1991 ist auf gutem Wege, die Millionengrenze seiner Spendenbeträge für Anschaffungen und Anschubfinanzierungen für das Klinikum zu überschreiten. Das wurde in der Mitgliederversammlung deutlich, die unter dem Vorsitz von Karl-Heinz Schmidt in der Kongresshalle tagte.

Im vergangenen Jahr belief sich die Investitionssumme auf 55 900 Euro. Darin enthalten waren 14 000 Euro für den Bau des Außenfahrstuhls, der insgesamt 95 000 Euro kostete und für den noch eine Rechnung in Höhe von 8500 Euro offen ist, weil die AktivRegion die Zusage ihrer Beteiligung wegen eines angeblichen Formfehlers zurückzog.

Wie der Vorsitzende berichtete, steuert der Förderverein zurzeit eine weitaus größere „Baustelle“ an: den Neubau des vor zwei Jahren stillgelegten und nicht mehr reparablen Bewegungsbades. Die Notwendigkeit des Bades im Klinikum sei unbestritten – und seine Funktion geradezu „lebenswichtig“. Vereinsvorstand und Ärzte des Hauses betonten die Bedeutung des Bades, das für ein Drittel der chirurgischen Nachsorge steht, Geriatrie-Patienten auf die Beine hilft, für das Babyschwimmen wichtig ist und Aquagymnastik möglich macht. Der Neubau des Bades kostet 300 000 Euro. „160 000 Euro haben wir schon beisammen“, sagte Schatzmeister Werner Laabs. Für die noch fehlenden 140 000 hofft der Verein auf eine Beteiligung der Gemeinden, soweit sie dank der Gewerbesteuer aus erneuerbaren Energien dazu in der Lage sind. Eine Gelegenheit, die Gemeinden anzusprechen, böte sich in der nächsten Amtsausschusssitzung am 30. Juni. Laabs wurde in seinem Amt als Schatzmeister wiedergewählt.

Es gebe viele Anlässen, bei denen Geld zusammen kommt, meinte Bürgermeister Wilfried Bockholt. Die Mitglieder des Fördervereins trügen mit dazu bei, dass das Klinikum gut ausgestattet ist. Fast eine Million? „Das ist für einen kleinen Verein eine unvorstellbare Summe.“ Und der Außenfahrstuhl sei ein Superbeispiel für die Leistungen dieses Vereins. „Wir haben zuletzt wieder eine Menge geschafft“, erklärte Karl-Heinz Schmidt, der auch an die ehrenamtliche Patientenhilfe dachte, die seit kurzem zehn Jahre besteht.

Schatzmeister Laabs berichtete, dass der Förderverein in diesem 75 000 Euro, darunter 60 000 für das Bewegungsbad, zur Verfügung stellen wird. Der Verein zählt zurzeit 552 Mitglieder. Der Bau des Bewegungsbades soll 2015 in Angriff genommen werden – bei vorzeitigem Zustandekommen der Finanzierung eventuell noch in diesem Jahr. Aus der Krankenhausverwaltung berichtete Christian Volquardsen, über ein neues „Verletztenarten-Verfahren“. Nach Änderung der Statuten bei den Berufsgenossenschaften (BG) ist das Klinikum Husum künftig nächstgelegenes BG-autorisiertes Krankenhaus. Niebüll erfülle die Voraussetzungen (unter anderem wegen einer fehlenden Magnetresonanztomographie, kurz MRT) nicht mehr. Das Niebüller Haus bearbeitet zurzeit 6200 stationäre Fälle jährlich. Physiotherapeut Wilhelm Sator stellte die physikalische Abteilung (heute „Therapiezentrum Nord“) und ihr Leistungsspektrum vor.

Der Ärztliche Direktor der Niebüller Klinik, Dr. med. Hans-Ralph Burow, dankte dem KKH-Förderverein namens des Hauses und seiner Mitarbeiter. „Wir sind bestrebt, der Region Medizin in guter Qualität anzubieten und tun alles, was uns möglich ist.“


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