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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 00:03 Uhr

Fast 90 neue Wohnungen für Niebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bauausschuss bringt gleich einige Projekte privater Investoren auf den Weg – auch für mehrere Gewerbebetriebe

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 11:09 Uhr

Viel bewegt für Niebüll als attraktiven Lebensraum hat in seiner jüngsten Sitzung der Ausschuss für Bau und Verkehr. 87 Wohn- und drei Gewerbeeinheiten brachten die Ausschussmitglieder unter Vorsitz von Holger Jessen in knapp drei Stunden öffentlicher und nicht öffentlicher Sitzung auf den Weg. „Wir freuen uns über jeden Neubürger, aber auch darüber, dass für viele Niebüller attraktiverer Wohnraum entsteht“, sagt der Ausschussvorsitzende. Durch deren Umzug in die neuen Einheiten würde zudem das Angebot an günstigen Wohnungen steigen.

„Lindenhof“ möchte ein privater Investor den Komplex mit 22 Wohnungen samt Tiefgarage nennen, der auf dem Grundstück Peter-Schmidts-Weg 3 bis 5 an der Ecke zum Osterweg entstehen soll. „Vom Peter-Schmidts-Weg kommend, wird dies ein neues Entree, eine schöne Visitenkarte der Stadt werden“, sagt Holger Jessen. Die sei das Ergebnis von intensiven Gesprächen über die Gestaltung mit dem Investor. Die Deckenhöhe in den Erdgeschossen der beiden Mehrfamilienhäuser wird so hoch angelegt, dass neben Wohnen auch die Nutzung durch Dienstleistungsbetriebe wie Kosmetik, Physiotherapie, Architekten oder Rechtsanwaltsbüros möglich werden. „Die Wachstumschancen für viele Betriebe in der Innenstadt sind sehr begrenzt. Deshalb haben wir diese Alternative gleich mit eingeplant“, sagt Holger Jessen. Einstimmig fiel das Votum für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Projekt Lindenhof aus. Der Planungsentwurf kann nach Empfehlung des Fachausschusses nun öffentlich ausgelegt werden, damit alle Behörden andere Träger öffentlicher Belange dazu Stellung nehmen können.

Gleiches gilt für die Beschlüsse von sechs künftigen Wohnungen und eines Gewerbebetriebs für das Gebiet Hauptstraße/ Ecke Kirchenstraße. Dort will ein Bäckereibetrieb ein Gebäude mit vier Wohneinheiten sowie ein weiteres Gebäude mit einer Gewerbe-Einheit und zwei Wohnungen schaffen. „Eine Nutzung in der Form ist bisher in diesem Gebiet nicht möglich“, sagt Holger Jessen.

Bauvoranfragen gibt es zudem gleich für drei weitere größere Wohnprojekte. Das größte betrifft die nördliche Hauptstraße, wo 20 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten entstehen sollen. 15 Wohneinheiten könnten zudem in der Deezbüller Straße, zwölf weitere in der Bahnhofstraße errichtet werden. Sechs Wohnungen sollen zudem auf dem Grundstück des Hauses an der Hauptstraße entstehen, das kürzlich abgerissen wurde. „Wichtig für uns bei allen Projekten ist, dass sie sich städtebaulich in die Umgebung einfügen“, sagt der Ausschussvorsitzender, der zudem versichert: „Bei allen Vorhaben handelt es sich um verlässliche Investoren.“

Dem Voranbringen aller – zum Teil intensiv diskutierten – Vorhaben erteilte der Bauausschuss schließlich grünes Licht. Das muss nun auch die Stadtvertretung in ihrer nächsten Sitzung tun. Holger Jessen hofft, dass die Stadtvertreter den Empfehlungen des Fachausschusses folgen werden. Danach würden einige Investoren ihre Pläne dann auch öffentlich allen Interessierten vorstellen. „Es wird auch von Seiten der Kommunalpolitik sehr spannend, gleich einige besondere Projekte begleiten zu können“, sagt ein nach der Sitzung sichtlich zufriedener Holger Jessen.

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