Hallo 2015 : Farbenfroher Abschied vom alten Jahr

Leuchtender Himmel: Das beeindruckende Feuerwerk  über Niebüll war weithin zu sehen.
1 von 3
Leuchtender Himmel: Das beeindruckende Feuerwerk über Niebüll war weithin zu sehen.

Polizeibeamte verzeichneten einen verhältnismäßig ruhigen Jahreswechsel. Im Klinikum Niebüll kamen 2014 insgesamt 251 Babys zur Welt.

von
02. Januar 2015, 05:45 Uhr

Das alte Jahr wurde wie üblich laut verabschiedet – und das neue ebenso geräuschvoll und „in Farbe“ begrüßt. Doch abgesehen vom üblichen Schabernack und der einen oder anderen Sachbeschädigung sowie dem, was gestern und heute noch entdeckt wurde und wird, war der Wechsel von 2014 auf 2015 relativ ruhig.

Das bestätigte eine Niebüller Polizeistreife gestern gegen null Uhr dreißig in der Mühlenstraße, die auf der Suche nach einer angeheiterten Person war, die angeblich in der Stadt umher irrte. Auch die Einsatzleitstelle Harrislee meldete lediglich „Standards“, die sich im Raum Südtondern ereigneten, „kleine Sachen, nichts weiter Nennenswertes“, wie uns auf Anfrage mitgeteilt wurde.

Das Silvesterfeuerwerk entlud sich pünktlich nach dem zwölften Glockenschlag. Am Niebüller Horizont blitzte und leuchtete es „von links nach rechts“ lebhaft auf. Die eine Nachbarschaft schien mit der anderen zu konkurrieren. Als das neue Jahr etwa 40 Minuten alt war, waren die letzten Böller abgeschossen, verringerte sich schlagartig die Zahl der bunt aufplatzenden Feuerwerkskörper und senkte sich wieder die dunkle Neujahrsnacht über Stadt und Land. Drinnen in der guten Stube nahmen die Partys und Feten zum Jahreswechsel ihren Fortgang. Es bleibt festzuhalten, dass Silvester und Neujahr relativ ruhig begangen wurden, dass es nicht regnete und dass das Thermometer milde fünf sechs Grad plus anzeigte.

Auf Station 4 im Klinikum Niebüll blieb es in den ersten Stunden des Jahres ruhig. Die Erstgeburt 2015 ließ auf sich warten. Den krönenden Abschluss des Geburtsreigens 2014 bildete am 30. Dezember um 19.19 Uhr Hannah Wywijas (52 Zentimeter groß und 2845 Gramm leicht). Mama Magdalena und Papa Dawid, zwei junge Polen aus der Stettiner Gegend, leben heute in Wenningstedt auf Sylt und sind sichtlich stolz auf ihre Tochter.

Hannah war das 251. Kind, das 2014 im Klinikum Niebüll zur Welt kam. Insgesamt waren es 27 Kinder mehr als 2013, berichtete die zum Jahreswechsel diensthabende Hebamme Marie Kewitsch. Allerdings sind in der Statistik erstmals die Sylter Babys mit von der Partie, seit auf der Insel keine Geburten mehr stattfinden. Nach Durchblättern des Geburtenbuches der Niebüller Babystation stellt die Hebamme fest, dass sich in der Geburtenziffer Jungen und Mädchen die Waage halten, dass bei den Jungen auffällig viele friesische Namen beliebt sind, während auf der Namensliste der Mädchen bunte Vielfalt deutlich wird. Modenamen scheinen zurzeit out zu sein. Zunehmend beliebt sind biblische Namen.

Silvester ist auch ein Tag, an dem ein alter Brauch gepflegt wird. Das besorgen die Kinder mit dem Rummelpottlaufen. Den Rummelpott allerdings gibt es nur noch in der Erinnerung, den einstigen Brummtopf mit seinem polternden Geräusch. „Fru mok de Dör op…“ oder „Ik bin een lütten König, giv mi nich to wenig…“ heißt es aus Kindermund. Nach dem Gesang halten die Kinder ihre Tüte auf und „erheischen“ allerlei Leckerbissen. Doch zunehmend ist zu beobachten, dass die Zahl der Rummelpottläufer abnimmt. Schade eigentlich.









zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen