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Nordfriesland Tageblatt

23. September 2017 | 02:31 Uhr

Fantasievolle Projekte der angehenden Erzieher

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Jedes Jahr präsentieren die angehenden Erzieher der Mittelstufe der Niebüller Fachschule, Bereich Sozialwesen (Fachrichtung Sozialpädagogik), ihre pädagogischen Projekte. Die Projekte dienen dazu, das Arbeitsfeld näher kennenzulernen; es ist eine Verbindung zwischen Schule und Praktikum. Wichtig dabei ist, dass die angehenden Erzieher eigenständig arbeiten. Ihre Lehrer sind Begleiter.

Fünf Wochen hatten die Fachschüler an ihren sehr unterschiedlichen Projekten gearbeitet. Während die eine Gruppe mit Kindern Insektenhotels baute, widmete sich andere dem Aufbau einer Fahrradwerkstatt mit Flüchtlingen. Andere bereiteten sich mit den Aktiven der Mürwiker Einrichtungen auf das Landessportfest vor, wieder andere suchten Wege und Möglichkeiten, das Jugendzentrum auf Föhr zu beleben. „Entspannt Pause machen“ war Thema, die „Pflastermeister“ kümmerten sich um Erste Hilfe im Elementarbereich. Umweltprofis waren ebenso unterwegs wie die verkehrspolitisch Engagierten von „frei bewegen in der Gegend“. Mit Erfolg wurde hier sogar in der Praxis gewirkt: Der Zugang zum Kino Eck ist nunmehr auch für Rollstuhlfahrer möglich. Diese Gruppe hat sich mit dem „barrierefreien“ Niebüll beschäftigt.

Das Trio „Kleine Helden“ mit Markus Breuer, Stefan Groth und Sabine Wulf hatte sich Rollenspiele nach dem Live Action Play mit Grundschülern der Alwin-Lensch-Straße ausgedacht. Die Kinder konnten sich zwischen Magier, Krieger oder Waldläufer entscheiden. „Wir haben uns mit Farbenlehre und Kalligraphie beschäftigt“,sagte Magier Stefan Groth verschmitzt; zeigte im Powerpointverfahren die Aktionen der Kinder. Ritter Markus Breuer – wie seine Mitakteure entsprechend verkleidet – wirkte in Ansprache und Aussage genauso glaubwürdig. Er unterrichtete die Kinder in Wappenkunde, zeigte ihnen, wie Schwerter hergestellt werden. Danach wurden erste Schaukämpfe eingeübt. Die Waldläufer hatten es mit dem sehr charmanten Waldgeist (Foto) Sabine Wulf zu tun. Dieses grüne Wesen unterrichtete in Pflanzenkunde, Bogenbau und Waldläuferzeichen. In Gruppen mussten die 20 Kinder nun kleinere Aufgaben erledigen, was dem pädagogischem Ansatz diente. Zusammengehörigkeit, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Freude am Tun wurde erlebt; die Schüler näher zusammengebracht. In einem Abschlussfest an der Wehle konnten sich die kleinen Helden wie im Mittelalter bewegen und sich erproben. Dabei wurde sogar aus der bösen Hexe eine gute Hexe, nach vielen spannenden Abenteuern und Ereignissen. Eine Wikingergruppe unterstützte das Fest vor Ort mit Druiden, Rüstmeistern, und Händlern. Ein Sponsoring gab es durch die NOSPA, den Hagebaumarkt Leck, das Friesencenter und Sven Vogt Bau. „Wir sind sehr zufrieden“, äußerte das Fantasie-Trio; „möchten aber nächstes Mal die Kinder gern über einen längeren Zeitraum betreuen.“ Als sinnvoll wurde erachtet, die Gruppe kleiner zuhalten. Viel Beifall aus dem Publikum belegte den Erfolg des Projekts; die Zustimmung war auch bei der Präsentation der anderen Projekte groß. Teilgenommen hatten die Erzieherklassen der Mittelstufe, insgesamt sind 45 Schüler zwischen 18 und 44 Jahren an der Fachschule in der Ausbildung.

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