„Fairness“ als Thema des Abends

Beenden ihr freiwilliges kulturelles Jahr: Clara Kienlein und Marie Wilke.
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Beenden ihr freiwilliges kulturelles Jahr: Clara Kienlein und Marie Wilke.

Nach ihrem freiwilligen kulturellen Jahr verabschieden sich Clara Kienlein und Marie Wilke mit einem kunterbunten soziokulturellen Tag

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03. Juli 2015, 12:17 Uhr

Zwei junge Frauen haben das kulturelle Leben in Niebüll und Klanxbüll ein Jahr mitgestaltet; nun läuft ihre Zeit in Südtondern ab. Marie Wilke vom Kulturbüro Niebüll und Clara Kienlein vom Charlottenhof beenden ihr frewilliges kulturelles Jahr (FKJ) mit einem Paukenschlag: Am Donnerstag, 9. Juli, geht es im Charlottenhof mit einer „Fairanstaltung“richtig rund. Es gibt Musik, Texte, Kunst und Infos zum Thema „Fairness“. Das Nordfriesland Tageblatt sprach mit den Organisatorinnen.


Ein Jahr Nordfriesland; wie war es für euch?
Clara Kienlein: Die Zeit verlief unheimlich schnell.

Marie Wilke: Ja, eigentlich viel zu schnell. Es ist so viel passiert!

Euer Resümee?
Wilke: Toll war auf jeden Fall der Freiraum in der Gestaltung. Ich konnte viele Ideen einbringen, die dann auch verwirklicht worden sind. Vor allem in Zusammenarbeit mit Stadtmanager Holger Heinke.


Zum Beispiel?
Wilke: Da wäre das Stadtmagazin Prisma oder ein Auftritt vor den Geschäftsleuten zu nennen. Die Arbeitsfelder waren sehr abwechslungsreich. Das hätte ich vorher nicht gedacht.
Kienlein: Mir ging es im Prinzip genauso. Ich konnte in vielen Bereichen Erfahrungen sammeln. Es gab alle Freiheiten.


Fanden überregionale Treffen statt?
Kienlein: Ja, die Freiwilligen kamen auf dem Scheersberg zusammen. Dort gab es auch Workshops. Insgesamt waren wir 120 Teilnehmer.


Wie kam es zur gemeinsamen Abschiedsveranstaltung?
Wilke: Wir haben ähnliche Interessen, wollten eine Veranstaltung, die bewegt, die zum Nachdenken anregt.


Was erwartet die Besucher?
Kienlein: Ab 17.30 Uhr eine Ausstellung zum Thema Fair/Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Umwelt.
Wilke: Dazu kommen die Aktiven des Projekts „Küste gegen Plastikmüll“, die Gruppe Gomüse aus Südtondern, die Flensburger vom Beratungszentrum „Opfer rechtsradikaler Gewalt“; Nasowas aus Lübeck, eine Schwulen und Lesben-Initiative.
Kienlein: Natürlich ist auch der Kinder- und Jugendbeirat aus Niebüll dabei.


Wie läuft das ab?
Wilke: Die Besucher werden aktiv mit einbezogen. Die einzelnen Gruppen haben Stände und freuen sich auf viele Gespräche.
Kienlein: Wir wollen Ideen und Anregungen auf einem großen Transparent sammeln.

Wann geht es auf der Bühne los? Was gibt es dort zu sehen?

Wilke: Wir starten um 19 Uhr mit dem Poetry Slam und Sebastian Hahn aus Bremen. Der garantiert pointierte Aussagen mit Humor. Weitere Slammer können sich gern noch im Kulturbüro Niebüll melden.
Kienlein: Um 21 Uhr tritt dann die Mundwerk Crew auf. Die haben schon letztes Jahr für Furore gesorgt. Hip Hop auf bayerisch.


Dir als Fürtherin ein Gruß aus der Heimat?
Kienlein: ... in die ich bald zurückkehre, voller Erlebnisse und Eindrücke.

Kulinarisch wird der Abend ebenfalls begleitet?
Wilke: Ja, klar. Bärbel Nissen-Schütt und ihr Team werden für eine Überraschung sorgen. Mehr darf dazu nicht gesagt werden.


Hat das etwas mit dem Titel der Veranstaltung „Streichzart und ungesalzen“ zu tun?
Kienlein: Pssst! Einfach vorbeikommen am Donnerstag. Wir wollen die Spannung hochhalten und erstmal nichts verraten.

Was bringt die Zukunft?
Wilke: Noch ist alles offen, wohin die Reise geht. Studium, Ausland … Auf jeden Fall nehmen wir eine Menge mit aus Nordfriesland.

Kienlein: Und wir bedanken uns für die Offenherzigkeit und die tolle Unterstützung, von Beginn an.


„Streichzart und ungesalzen“: Donnerstag, 9. Juli, 17.30 Uhr, Charlottenhof („Rundumpaket“: 6 Euro).



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