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Fahrzeughalle für die Wehr wird mit Kredit finanziert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Karlum veranschlagt 85 000 Euro im Haushaltsplan für die Investition

von
erstellt am 15.Jan.2016 | 11:06 Uhr

Vor allem um Zahlen ging es bei der jüngsten Gemeindevertretung im Versammlungsraum des Karlumer Dorfgemeinschaftshauses, denn zu deren wichtigsten Themen zählte die Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2016 und die zugehörige Satzung. Wie Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern dazu ausführte, hatte der Finanzausschuss das Zahlenwerk zuvor ausführlich vorgestellt. Die meisten Haushaltsansätze wurden gegenüber denen des Vorjahres nur geringfügig oder überhaupt nicht verändert. So traten nennenswerte Abweichungen nur vereinzelt auf. Durch die Erhöhung der Kreisumlage stieg dieser Ansatz um 5800 Euro auf 72  900 Euro an. Auch die Amtsumlage wurde um 1500 Euro auf 28  200 Euro angehoben. Bei den Einnahmen erhöhte sich der Planansatz für den Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer um 2500 Euro auf 69  600 Euro. Dagegen wird erwartet, dass sich die Schlüsselzuweisungen um 8900 Euro auf nunmehr 68  700 Euro verringern werden. Der Ergebnisplan weist bei Gesamterträgen in Höhe von 212  600 Euro und Aufwendungen von insgesamt von 257  600 Euro einen Fehlbetrag von 45  000 Euro aus. Im Finanzplan stehen Einzahlungen von 209  300 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit und 85  000 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit Auszahlungen von 244  700 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit sowie 90  000 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit einander gegenüber, woraus sich ein Unterschuss im Betrage von 40  400 Euro errechnet.

Als 85  000 Euro teure Investition ist der Bau einer Fahrzeughalle für die örtliche Freiwillige Feuerwehr vorgesehen. Für die Realisierung dieser Maßnahme wird die Aufnahme eines entsprechenden Kredites unumgänglich sein. Die Hebesätze für die Realsteuern bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 370 Prozent für die Grundsteuer A, 390 Prozent für die Grundsteuer B und 380 Prozent für die Gewerbesteuer. Einer Empfehlung des Finanzausschusses folgend verabschiedeten die Gemeindevertreter den Haushaltsplan sowie die zugehörige, nach § 95 der Gemeindeordnung erstellte Satzung einstimmig.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage, die Karlum zu einer Bedarfsgemeinde macht, wurden – als Konsolidierungsmaßnahmen – die Mitgliedschaft im Tourismusverein Leck und Umgebung sowie die ohnehin nur mäßig genutzte Inanspruchnahme der Fahrbücherei zum nächstmöglichen Zeitpunkt einstimmig aufgekündigt. Auch sah sich die Gemeindevertretung aufgrund ihres neuen Status als Fehlbedarfsgemeinde gezwungen, eine „Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Inanspruchnahme der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehrentgeltsatzung)“ zu beschließen und ihre Straßenbaubeitragssatzung dahingehend zu ändern, dass die prozentuale Anliegerbeteiligung den gesetzlichen Bestimmungen verbindlich angepasst wurde.

In seinem eigenen Bericht listete Bürgermeister Werner Richardsen 21 Termine auf, die er seit dem Ende der vorangegangenen Sitzung als Repräsentant seiner Gemeinde dienstlich wahrgenommen hatte. Auch gab er bekannt, die „Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft“ habe einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses gestellt. Im Hinblick auf ihre finanzielle Situation lehnte die Gemeindevertretung diese freiwillige Leistung einstimmig ab.

Unter der abschließenden Rubrik „Anfragen und Mitteilungen“ wurde bekanntgegeben, es sei erforderlich gewesen, diverse Gräben auszubaggern. Die Baggerkosten habe die Gemeinde übernommen. Die Entsorgung des Aushubs sei durch die Anlieger erfolgt. Knickpflegemaßnahmen seien im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nur in geringem Umfang zu erwarten, so hieß es. Die Baugenehmigung für die Fahrzeughalle zum Unterstellen des Löschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Karlum liege vor. Die erforderlichen Arbeiten würden in Kürze ausgeschrieben.

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