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Feierliche Übergabe : Fahrzeug-Wechsel nach 44 Jahren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Übergabe des neuen Löschfahrzeugs 10 für die Feuerwehr Klixbüll-Bosbüll. Für den Vorgänger konnten kaum noch Ersatzteile beschafft werden

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 11:25 Uhr

Klixbüll | Zwei Gemeinden, ein Grund zum Feiern: Das neue wasserführende Löschfahrzeug 10 (LF 10), das im Dienst für die freiwillige Feuerwehr Klixbüll-Bosbüll stehen wird, wurde offiziell und feierlich in Klixbüll übergeben. Erschienen waren bei ausnahmsweise gutem Wetter viele Klixbüller und Bosbüller, die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Klixbüll-Bosbüll, der Jugendfeuerwehr und ehemalige Kameraden.

Die symbolische Schlüsselübergabe vor dem Feuerwehrhaus in Klixbüll erfolgte durch Mark Schäfer, den Vertreter der Herstellerfirma Rosenbauer, an Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer und den stellvertretenden Bürgermeister von Bosbüll Torben Harck. Diese gaben den Schlüssel weiter an Klixbülls Wehrführer Peter Andresen, der ihn wiederum dem Fahrzeug- und Gerätewart Andreas Marks überreichte.

Das neue Fahrzeug ersetzt das Löschfahrzeug TLF 8/18, das Dank guter Pflege der Feuerwehrkameraden 44 Jahre seinen Dienst getan hat. Die Ersatzbeschaffung wurde zwingend notwendig, um die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu gewährleisten, da bei anfallenden Reparaturen kaum noch Ersatzteile für den „Oldtimer“ beschafft werden konnten. Weiterhin wurde das LF 10 geordert, um der Hilfsfrist von Feuerwehren gerecht zu werden, die innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort zur Stelle sein müssen. Das LF 10 kann im Gegensatz zu seinem Vorgänger neben umfangreichem Zubehör auch eine Einsatzgruppe von insgesamt neun Person befördern. Hinzu kommt, dass Atemschutzgeräte auf dem Weg zum Einsatzort im Fahrzeug angelegt werden können – auch das spart im Notfall wertvolle Zeit.

Statt der standardmäßigen 1000 Liter Löschwasser führt das LF 10 wegen der Einsatztätigkeit im Außenbereich 3000 Liter im Tank mit sich. Das LF 10 ist das kleinste Löschgruppenfahrzeug im deutschen Feuerwehrwesen. Es ist so ausgerüstet, dass die Einsatzgruppe eigenständig tätig werden kann, bis bei Bedarf schwerere Einsatzfahrzeuge zur Unterstützung anrücken.

Nach Vorlage und Prüfung der Ausschreibungsergebnisse erfolgte die Bestellung des neuen Fahrzeuges im Oktober 2016. Es kostete einige Mühen, alle Wünsche genehmigt zu bekommen und Auflagen zu erfüllen; doch nun zeigten sich die Beteiligten glücklich, den Kraftakt bewältigt zu haben und freuten sich sichtlich über das neue Feuerwehr-Fahrzeug. Für die verbesserte motorisierte Einsatzkraft haben die Gemeinden Klixbüll und Bosbüll insgesamt rund 320  000 Euro investiert, 219  000 Euro davon hat Klixbüll übernommen, Bosbüll ist mit 53  000 Euro an den Kosten beteiligt, dazu kommt ein Förderzuschuss von rund 48  000 Euro.

Trotz des neuen Löschfahrzeugs, da waren sich die Festredner bei der Übergabe einig, ist der Freiwilligen Feuerwehr Klixbüll-Bosbüll ist zu wünschen, dass sie möglichst selten zum Einsatz kommt, erfolgreich tätig ist und immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehrt.

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