Fahrradplatz erhitzt die Gemüter im Schulausschuss

Fahrradplatz: Seine Zunkunft ist ungewiss.
Fahrradplatz: Seine Zunkunft ist ungewiss.

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15. Juli 2015, 11:10 Uhr

Soll der marode Fahrradabstellplatz weichen und an seiner Stelle ein Parkplatz für Lehrer und Besucher des Schulzentrums entstehen? Hierüber erhitzten sich die Gemüter auf der jüngsten Sitzung des Schulverbandes Karrharde. Ein Ortstermin soll mehr Klarheit über den knapp 9000 Euro teuren Parkplatz schaffen.

Die alten überdachten Fahrradabstellanlagen neben der Süderholzhalle sind in einem sehr schlechten Zustand. Die Überdachung aus Asbestfaserzementplatten, hieß es, würden durch Jugendliche als Kletterobjekte genutzt. „Dabei werden Platten der Eindeckung zerstört. Das ist ein Haftungsrisiko für den Schulverband“, meinte Vorsteher Dirk Enewaldsen. Verschmutzungen durch Jugendliche, die die Anlage in ihrer Freizeit aufsuchen, wurden ebenso angeprangert wie Vandalismus an den Fahrrädern der Schüler. „Der Platz kann durch Lehrkräfte nicht eingesehen werden“, sagte Enewaldsen. Aus diesen Gründen schlug er vor, den Fahrradplatz dorthin zu verlegen, wo ehemals das Hausmeistergebäude stand. Die Gemeinde als Grundstückseigentümer hatte eigentlich geplant, dieses verwilderte Areal für 7000 Euro als Grandfläche für einen Lehrerparkplatz einzurichten, weil deren Abstellmöglichkeiten dem neu eingerichteten Wohnmobilstellplatz weichen mussten. Nun hofft der Schulverband, für sein Vorhaben auf den Zuschuss der Gemeinde in der genannten Höhe. Doch das, so Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn, müsse erst noch in den Gremien beraten und beschlossen werden.

Anstelle einer Grandunterlage soll eine Schotterrasenfläche mit Gittereinlage hergestellt, insgesamt 200 Fahrradbügel müssen installiert werden. Auf dem alten Fahrradplatz kann die bereits asphaltierte Fläche zu einem Parkplatz von zirka 40 Autos hergerichtet werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 62  000 Euro.

All das bot reichlich Diskussionsstoff bei den Verbandsmitgliedern. Sabine Detert stellte klar, dass der ehemalige Parkplatz hinter dem Erlebnisbad nicht für Lehrer konzipiert gewesen sei. Manfreth Sakschewski wies auf den alten Wohnmobilstellplatz an der Lecker Au hin: „Es sind genügend Parkplätze da, die werden aber nicht von Lehrern oder anderen genutzt.“ Auch Jörg Kruse bemängelte: „Ich kann nicht einsehen, warum die Lehrer nicht ein paar Meter laufen können und direkt neben der Süderholzhalle parken müssen.“ Schließlich wurde auch die Sicherheit der Schüler durch den neuen Parkplatz angesprochen.

Der Leiter der Gemeinschaftsschule, Holger Karde, fühlte sich angegriffen: „Das ist kleinlich gedacht! Der Parkplatz wird vielseitig genutzt werden, nicht nur vom Lehrerkollegium, sondern von allen Besuchern im Schulzentrum mit seiner Volkshochschule.“ Auch wenn es der Wunsch der Schule ist, die Maßnahme so schnell wie möglich umzusetzen, entschied sich das Gremium anders: Es hat keine Eile. Ein genauer Plan muss vorliegen, man will sich vor Ort umschauen, noch einmal beraten und dann die Mittel in den Haushalt 2016 einstellen.


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