Exhibitionist im Langenberger Forst: Polizei sucht Zeugen

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07. Mai 2015, 11:28 Uhr

Ein Exhibitionist hat im Langenberger Forst zwei Frauen und ein jüngeres Paar belästigt: Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, kam es bereits am Mittwoch, 22. April, gegen 14.20 Uhr im Langenberger Forst dazu, dass eine 54-jährige Frau von einem Unbekannten verfolgt wurde. Nachdem die Frau ihren Pkw auf den Parkplatz gegenüber der Straßenmeisterei an der B199 in Leck abgestellt hatte, machte sie sich auf den Weg zum Hundefreilauf. Dabei bemerkte sie, dass sie von einem Mann verfolgt wurde.

Laut Polizeimitteilung hatte der Unbekannte sich seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Die Verfolgte rief mit ihrem Handy die Polizei, was wohl vom Täter bemerkt wurde, denn der Verfolger entfernte sich noch während des Telefonates. Kurz zuvor, noch im Bereich des Parkplatzes, war die 54-Jährige von einem jüngeren Paar und einer älteren Dame angesprochen und gewarnt worden. Vor den Dreien hatte sich ein Unbekannter zunächst entblößt und schließlich auch vor ihnen onaniert. Die Beschreibung des Mannes passte auf den, der die 54-Jährige verfolgt hatte.

Der unbekannte Täter kann wie folgt beschrieben werden: zirka 40 bis 50 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und sehr schlank. Bekleidet war der Mann mit einem alten, dunkelgrünen Parka mit Kapuze, einer hellen Jeans und dunklen Schuhen, zudem hatte er eine große Umhängetasche/Collegetasche dabei.

Die Kriminalpolizei Niebüll ermittelt nun wegen Exhibitionistischer Handlungen und sucht Zeugen, denen der beschriebene Mann im Bereich des Hundefreilaufs oder in der Umgebung begegnet ist. Besonders das beschriebene Paar und die ältere Dame werden gebeten, sich bei der Polizei (04661/40110) zu melden.

Bereits Ende Oktober 2014 war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Ein Exhibitionist hatte sich in Klixbüll an einer Bushaltestelle vor einer 16-jährigen Schülerin selbst befriedigt. Das Mädchen war an der Haltestelle an der Hauptstraße/B199 auf Heimweg von der Schule aus einem Bus gestiegen. Die 16-Jährige setzte ihren Weg fort und wurde dabei noch kurz vom Tatverdächtigen auf einem Fahrrad verfolgt, bis dieser schließlich abließ und davonfuhr. Die Schülerin erstattete Strafanzeige.

Die Polizei rät Betroffenen, bei einer Konfrontation mit einem Exhibitionisten keinesfalls stehenzubleiben und sich das Ganze anzuschauen, sondern weiterzugehen und – wenn möglich – den Kontakt zu Unbeteiligten zu suchen. „Wirksam ist es auch, sofort das Handy zu zücken und gleich die 110 zu wählen, nicht erst die Telefonnummer der örtlichen Polizei heraussuchen.“ Zudem sei eine gute Täterbeschreibung für die Ermittlungen Gold wert, ebenso Angaben zur Fluchtrichtung.



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