Neues Ärztehaus : „Etwas Großartiges für Leck“

Die Bauherren unter den Richtkronen: Architekt Leif-Felin Peters (v.l.), Dr. Jon-Marten Heisler, Dr. Thomas Maurer, Dr. Jörn-Wolff Prüter und Wolfgang Prüter.
Die Bauherren unter den Richtkronen: Architekt Leif-Felin Peters (v.l.), Dr. Jon-Marten Heisler, Dr. Thomas Maurer, Dr. Jörn-Wolff Prüter und Wolfgang Prüter.

Versorgung im ländlichen Raum: Bürgermeister Andreas Deidert betont beim Richtfest die Bedeutung der neuen Ärztehauses für eine ganze Region.

shz.de von
29. Juni 2018, 06:00 Uhr

Der Dachstuhl ist aufgerichtet und der erste große Bauabschnitt mit vier Richtkronen, den Bauherren und einem kleinen Kreis von Gästen gefeiert. „Hier entsteht für die Gemeinde Leck und ihr Umland etwas Großartiges“, sagte Andreas Deidert. Der Bürgermeister dankte für die mutige und zukunftsweisende Entscheidung, in der Peter-Ox-Straße ein Ärztehaus entstehen zu lassen. Bauträger sind die Allgemeinarztpraxis Dr. Thomas Maurer und Kollegen sowie die Augenärztliche Gemeinschaftspraxis der Dres. Heisler, Prüter und Klatt.

Auf eine lange Rede verzichtete Dr. Thomas Maurer wohlweislich und meinte: „Wir feiern nur ein kleines Richtfest, dafür aber im großen Rahmen die Einweihung“. Er schickte lobende Worte unter anderem an die Gemeinde und Horst Hintze vom Seniorenbeirat für deren guten Unterstützungen. Seine Dankbarkeit galt vor allem den Augenärzten: „Ohne Ihren Einstieg in das Projekt hätten wir nicht bauen können“. Der Hauptteil, erklärte Dr. Thomas Maurer, werde von den Augenärzten getragen. Dr. Jörn-Wolff Prüter erwiderte die Anerkennung: „Schön, dass wir eine so tolle Lösung gefunden haben. Ohne das Engagement von Dr. Maurer hätte man gar nichts bewegen können.“

Mit dem Bau des Ärztehauses wurde Anfang des Jahres begonnen. „Ziel ist, im Dezember einzuziehen“, wünscht sich Dr. Thomas Maurer und freut sich, dass die Zeiten der beengten Räumlichkeiten in der Anacker Straße dann vorbei sein werden. Momentan praktizieren dort vier Ärzte, ab August kommt ein weiterer Allgemeinmediziner hinzu. Das und überhaupt der Bau des Ärztehauses bedeuten eine positive Entwicklung entgegen einer drohenden medizinischen Unterversorgung auf dem Land. Tatsache ist: Immer mehr Ärzte, die aus Altersgründen ihre Praxen schließen, finden keine Nachfolger. Jüngere Ärzte zieht es meist in die Städte.

Aus allen Nähten platzt ebenfalls die Augenärztliche Gemeinschaftspraxis im selben Gebäude in der Anacker Straße. Vor rund zweieinhalb Jahren eröffneten die Augenärzte aus Rendsburg diese Außenstelle. Im neuen Ärztehaus bezieht die Gemeinschaftspraxis von Dres. Jon-Marten Heisler, Jörn-Wolff Prüter und Carsten Klatt das erste Obergeschoss. Auf insgesamt 250 Quadratmetern richten sie gleichzeitig ein OP-Zentrum ein, so dass die Patienten zu einer Operation nicht mehr nach Rendsburg zu fahren brauchen.

Im Erdgeschoss wird die Allgemeinarztpraxis auf weiteren 250 Quadratmetern zu finden sein. Auch die Zentrale für die Zweigpraxis in Neukirchen, die erhalten bleibt, wird hier ihren Sitz haben. Das oberste Geschoss bietet Platz für zwei Praxen mit jeweils 80 Quadratmetern Grundfläche. „Für den einen Teil habe ich eine Psychologin gewinnen können. Für die andere Hälfte stehe ich mit einem Interessenten in Verhandlung“, verriet Dr. Thomas Maurer.

Auf dem 1600 Quadratmeter großen Grundstück werden 18 Parkplätze für Mitarbeiter geschaffen. Die Gemeinde hält ihr Wort, für öffentliche Stellplätze zu sorgen. 107 Parkplätze und vier Behinderten-Parkplätze werden auf den Viehmarkt errichtet. „Außerdem bauen wir einen Fußweg, denn es ist wichtig, dass die Menschen trockenen Fußes zum Ärztehaus kommen“, sagte Deidert.

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