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Bürgerfestverein : „Es werden überall Hände gebraucht“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trotz hoher Mitgliederzahl mangelt es dem Lecker Bürgerfestverein zunehmend an tatkräftigen Helfern.

Der Bürgerfestverein ist für Leck aktiv, initiiert Veranstaltungen und unterstützt andere Aktionen nach dem Slogan: von Bürgern für Bürger. Obwohl die Mitgliederzahl nicht rückläufig ist, hat der Verein Nachwuchssorgen: Es fehlen aktive Helfer. „Wir brauchen Nachwuchs, der tatkräftig mit anpackt“, sagt Vorsitzender Ingo Ehlers.

Es ist keine Frage: Ohne den Bürgerfestverein mit seinen über 200 Mitgliedern wäre das kulturelle Leben in Leck ärmer. Er hat den Ort attraktiver und bekannter gemacht, lockt Menschen aus der gesamten Region sowie Urlauber an. Insbesondere das Bürgerfest am ersten Septemberwochenende wirkt wie ein Magnet. Doch hinter den vielen Aktivitäten steckt eine Menge Arbeit, die von freiwilligen Helfern erledigt wird. Der Verein ist in die Jahre gekommen – und mit ihm viele engagierte Helfer der ersten Stunde. Etliche haben Lücken in die Reihe der Aktiven gerissen, diese müssen aufgefüllt werden durch jüngere Leute.

„Es werden überall Hände gebraucht“, beklagt Ingo Ehlers mit Blick auf das nahende Bürgerfest. Für die „Bunte Meile“ steht dann das Ausschildern und die Auszeichnung sowie die Einweisung der Stände an, Stromkabel und Wasseranschlüsse müssen verlegt, der Info-Stand besetzt, ein Notfallteam für Problem-Beseitigungen gestellt werden und anderes mehr. Beim beliebten Familien-Nachmittag im Augarten sind alle Helfer im Einsatz und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. „50 bis 60 Helfer sind beim Bürgerfest im Einsatz“, erklärt der Vorsitzende. Den harten Kern bilden ansonsten 20 bis 25 Aktive. Bei den Augartenfesten kümmern sie sich um die Absperrung, stellen Schirme, Fahnenmasten und den Weingarten auf, richten Stände und Bühne ein, befestigen die Lichterketten, stehen in den Buden sowie Getränkewagen, betreuen die Bands. „Das dauert mindestens vier, wenn nicht fünf Stunden. Nach der Veranstaltung geht es ans Aufräumen inklusive der Müllbeseitigung. Da geht die gleiche Zeit ins Land“, listet Ingo Ehlers auf. Für den Auf- und Abbau der mehr als 100 Bierzeltgarnituren greifen die Initiatoren inzwischen auf drei junge Leute zurück: „Das ist Knochenarbeit – und wird als einziges vergütet.“ Ansonsten lebt der Verein von der Ehrenamtlichkeit und kann nur dadurch ein abwechslungsreiches Programm aufstellen.

Gern sind die Mitglieder bereit, andere Aktionen tatkräftig zu unterstützen. Ingo Ehlers nennt die Zusammenarbeit mit der „Goldenen Neun“ bei deren Benefizveranstaltungen, das Oktoberfest der Bundeswehr, die Veranstaltung unserer Zeitung „Friesen fahren Fahrrad“ sowie den Weihnachtsmarkt des Handels- und Gewerbevereins. Hinzu kommt die Eigenveranstaltung im Rahmen des Ferienpasses der Gemeinde: Jedes Jahr schippern die Aktiven mit den Kindern im Kanu auf der Au. All das erfordert engagierte Bürger. Um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen, ruft Ingo Ehlers zur Mithilfe auf, aber auch passive Hilfe mittels Mitgliedschaft ist gefragt. „Wenn man etwas für seine Heimatgemeinde tun möchte, ist unser Verein die richtige Adresse.“

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erstellt am 14.Aug.2014 | 05:30 Uhr

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