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Abschied im Männerturnverein Leck : „Es war mir eine Ehre, diesem Verein zu dienen“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach 33 Jahren als Vorsitzender des MTV Leck hat Hans Peter Feddersen das Zepter abgegeben.

„Wenn jemand mit dem Lindenblatt des Sports und für seine Partnerschaftsarbeit mit der Ehrenbürgerschaft unserer Partnerstadt Birstonas ausgezeichnet wurde, dann hat er wohl ziemlich viel richtig gemacht“, sagte Bürgermeister Andreas Deidert. Auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend lobte er das Wirken von Hans Peter Feddersen und überreichte ihm das Wappen von Leck. Feddersen war fast vier Jahrzehnte in der Vorstandsriege des Männerturnvereins Leck von 1889 (MTV), davon 33 Jahre als Vorsitzender.

„Der MTV war und ist immer noch unser sportlicher Botschafter in der Welt“, rühmte der Bürgermeister. Und dessen Geschicke habe Hans Peter Feddersen in seiner ihm eigenen Art lange, lange Jahre geleitet. Um alles aufzuzählen, welche Erfolge der Verein gefeiert hat, welche Freundschaften durch den Sport entstanden sind und immer noch bestehen, welches Ansehen sich der MTV in dieser Zeit erarbeitet hat – auf diese Auflistung verzichtete Deidert. Dafür sparte er nicht mit Anerkennung: „Für Ihr Engagement, und das betone ich an dieser Stelle noch einmal deutlich, für das ehrenamtliche Engagement sage ich Ihnen im Namen der gesamten Gemeindevertretung und der Gemeinde ganz herzlichen Dank“!

Er hasse Abschiedsfeiern, schickte Hans Peter Feddersen vorweg. Doch er habe nicht nein sagen können bei der Einladung von höchsten Repräsentanten der Gemeinde. Schon auf der MTV-Generalversammlung 2016 habe er angekündigt, es sei seine letzte Amtsperiode als Vorsitzender. Diese Aussage habe er in diesem Jahr wiederholt und schließlich am 9. Mai mit Wirkung zum 31. Mai seinen Posten niedergelegt, Vorsitzender ist nun Rainer Olhöft.

Drei Jahre MTV-Jugendwart, drei Jahre Hauptsportwart – dann trat Feddersen 1984 in die Fußstapfen des damaligen Bürgermeisters Hans-Hermann Kahlen und ließ sich zum Vorsitzenden wählen. Kluge Sätze hätten ihn seither begleitet: „Man hat dem Verein zu dienen, Geld gibt es nicht“ und „wenn du einen langen Weg gehst, tue es mit ganzem Herzen“. Beides habe er beherzigt. Doch Erfolge seien nie der Verdienst eines Einzelnen gewesen, erinnerte er an die vielen Weggefährten. Der „Vereinsruheständler“ zeigte sich überzeugt, dass das Ehrenamt ein Fundament der Demokratie ist. Lob zollte er allen Bürgermeistern und Gemeindevertretern während seiner Amtszeit: „Sie waren alle schul- und sportfreudig!“

Er blicke mit großer Dankbarkeit zurück, sagte Feddersen. Es sei anstrengend und manchmal auch eine stressige Zeit gewesen, aber ebenso eine schöne und bereichernde Zeit: „Es war mir eine Ehre, diesem Verein zu dienen! Danke, dass ich das machen durfte!“

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