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Gemeinde Neukirchen : „Es sind keine Rücklagen vorhanden“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertreter diskutierten Finanzlage. Bürgermeister will Gemeindesteuern erhöhen, um Geld in die Kassen zu spülen.

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 18:06 Uhr

Um Haushaltszahlen und Bauangelegenheiten ging es hauptsächlich während der jüngsten Sitzung der Neukirchener Gemeindevertretung im Landgasthof Fegetasch. So betonte Bürgermeister Peter Ewaldsen, dass die finanziellen Reserven als Polster der Gemeinde verbraucht sind. „Es sind keine Rücklagen mehr vorhanden und wir kommen finanziell in eine schlechtere Zeit“, so das Gemeindeoberhaupt.

Er, wie auch der Finanzausschussvorsitzende Peter-Martin Petersen sehen daher für die Zukunft eine Erhöhung der Gemeindesteuern als unumgänglich. Dazu passen auch die überplanmäßigen Auszahlungen von gut 50  500 Euro – geplant waren ursprünglich nur rund 16  000 Euro – für die Abfuhr und landwirtschaftliche Verwertung des Klärschlamms von der Neukirchener Kläranlage sowie von gut 4900 Euro für die Beschaffung einer Tauchpumpe im Schwimmbad.

Diese wurden ebenso einstimmig genehmigt wie die über- und außerplanmäßigen Aufwendung in 2016 von zusammen knapp 132  900 Euro, darunter alleine 56  900 Euro für die Gemeindestraßen. Wegen inzwischen geänderten Bewertungskriterien bei Einführung der Doppik-Buchführung in der Eröffnungsbilanz musste die Jahresrechnung 2016 geringfügig geändert werden.

Zur Unterstützung der Station Niebüll der DRF Luftrettung beschloss die Vertretung vorläufig eine Dauerspende von 250 Euro pro Jahr. Etwas ernüchtert zeigten sich die Vertreter über die wesentlich geringer als vorhergesagt ausgefallene Energieeinsparung bei den LED-Straßenlampen. Lobend erwähnte Bürgermeister Ewaldsen das ehrenamtliche Engagement der Vereine in der Gemeinde, wie die zahlreichen gelungenen Veranstaltungen beweisen. Sehr zufrieden zeigte man sich auch mit dem neuen Kassierer und Kioskbetreiber im Schwimmbad.

Die Straße Bevertoft ist als Gemeindeverbindungsstraße eingestuft und durch einstimmigen Beschluss der Vertretung dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Es ist geplant diese Straße zu erneuern und durchgehend eine Meter breiter auszubauen. Hierfür sind nach der Straßenbaubeitragssatzung der Gemeinde Neukirchen Straßenbaubeiträge von den Anliegern zu erheben. Man hofft jedoch auf eine öffentlichen Förderung in Höhe von 53 Prozent der Baukosten.

Hinter dem alten Koog plant die Gemeinde ein neues Wohn-Baugebiet als B-Plan Nummer 15 zu errichten. Auf Vorschlag vom Bauausschußvorsitzenden Ernst Nissen wurde das bisherige Planungsbüro mit den Entwurfsarbeiten für die Erschließung beauftragt. Ein Investor plant auf seinem Betriebsgelände an der Klanxbüller Straße eine Reitsporthalle mit Pferdestall für die Haltung von Reit- und Zuchtpferden zu errichten.

Die vorhandene Stroh- und Futterhalle soll durch eine Mehrzweckhalle ersetzt werden. Da sich das Plangebiet im Außenbereich der Gemeinde Neukirchen befindet, stimmten die Vertreter sowohl der 72. Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplanes der Gemeinden der Wiedingharde als auch dem Aufstellungsbeschluss des B-Planes Nummer 16 der Gemeinde Neukirchen einstimmig zu.







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