Erste gemeinsame Übung

Uphusum-Holms Feuerwehrnachwuchs beim Schnellangriff.
Uphusum-Holms Feuerwehrnachwuchs beim Schnellangriff.

Jugendfeuerwehren aus Süderlügum, Humptrup und Uphusum-Holm trafen Kameraden aus Tondern

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14. Juli 2015, 11:23 Uhr

Zu einer ersten gemeinsamen grenzüberschreitenden Übung trafen sich in Süderlügum die Jugendfeuerwehren aus dem einheimischen Grenzort, Humptrup und Uphusum-Holm mit ihren dänischen Kameraden aus der Großkommune Tondern. Die Nachwuchsbrandschützer jenseits der Grenze gibt es erst seit zwei Jahren, wie ihr Leiter von Tønder Brandvæsen, Brandkapitän Claus Kjemtrup von der Ferieninsel Röm, berichtete. Davor gab es über zwei Jahre eine ähnliche Organisation an der Ungdomsskole (Schule) in Tondern.

Fünf Mädchen und 18 Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren aus der gesamten Kommune Tondern gehören der Jugendwehr dort an. Im Gegensatz zu den hiesigen Organisationen werden die dänischen Jung-Feuerwehrleute schon zur Erstversorgung von Verletzten sowie ab 15 Jahren sogar auch unter schwerem Atemschutz eingesetzt. Dieses bewiesen sie spontan bei der gemeinsamen Übung auf dem Anwesen von Leif Christiansen in Süderlügum. Insgesamt waren 64 Mädchen und Jungen aus den vier Jugendwehren unter den Augen von Südtonderns Amtswehrführer Oliver Jacobsen im Einsatz.

Der örtliche Jugend-Feuerwehrwart Holger Jessen hatte einen Brand in der dazu total verqualmten Scheune mit zwei vermissten Personen simuliert. Die Süderlügumer Jugendwehr baute aus ihrem bereitgestellten Tankerlöschfahrzeug die Wasserversorgung auf. Die Humptruper Kameraden sollten das Wasser mittels einer Pumpe aus dem Bohrbrunnen ansaugen, um den Süderlügumer Tanker zu versorgen.

Währenddessen rüsteten sich zwei Jungen aus Tondern mit schwerem Atemschutzgerät aus, um die beiden vermissten Personen zu retten und anschließend die Brandbekämpfung mittels eines Innenangriffs zu übernehmen. Die beiden „geretteten Personen“ wurden auch gleich medizinisch von den Tonderanern erstversorgt. Die Nachwuchsbrandschützer aus Uphusum-Holm führten parallel einen Schnellangriff aus, indem sie die Pumpe am großen Hausteich in Stellung brachten, um anschließend aus drei C-Strahlrohren Wasser zu geben.

Funkverkehr, Absperrungen, Zusammenarbeit und auch das gemeinsame Aufräumen funktionierten bei diesem ersten Event hervorragend. Das stellten auchHolger Jessen und der stellvertretende Amtswehrführer Heinz-Herbert Krüger in der Manöverkritik heraus. Unter zustimmendem Nicken von Claus Kjemtrup schlugen sie weitere gemeinsame Zusammenkünfte, wie Zeltlager oder Spielenachmittage, auf beiden Seiten der Grenze vor.







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