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Gemeine Leck ohne Videoüberwachung : Erschwerte Tätersuche nach jüngster Prügelattacke

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zur Aufklärung einer Schlägerei vom Wochenende hätten die drei Video-Kameras im Bereich des Lecker Marktplatzes gut beitragen können. Doch diese sind seit dem 1. Februar abgeschaltet.

Am Wochenende kam zu einer Körperverletzung vor der Diskothek Töff (wir berichteten). Zur Aufklärung hätten die drei Video-Kameras im Bereich des Marktplatzes vor der Alten Apotheke nun gut beitragen können. Doch diese sind seit dem 1. Februar abgeschaltet – wegen datenschutzrechtlichen Vorgaben und um zu prüfen, ob sie als Präventionsmaßnahme noch wirksam sind.

Weil es in diesem Bereich verstärkt zu Straftaten, insbesondere Körperverletzungen gekommen war, war es der Wunsch von Gemeinde, Polizei und dem Sachgebiet Ordnung, Gewerbe und Verkehr des Amtes Südtondern, diesen Ausschreitungen entgegenzuwirken. Deshalb wurden die Kameras nach Abstimmung mit dem Datenschutz-Beauftragten der Polizei und dem Landeszentrum für Datenschutz des Landes Schleswig-Holstein installiert. Die Videoüberwachung hatte seither dazu beigetragen, diese Delikte ahnden zu können. Zahlen und Fakten wollte der Leiter der Polizeistation Leck, Max-Günther Erichsen, nicht nennen. Den Grund für die Abstellung erfuhr das Nordfriesland Tageblatt auf Anfrage von ihm nicht: „Es gibt kein Statement von der Polizei.“ Amtsdirektor Otto Wilke vom Amt Südtondern erklärte dazu: „Das hat etwas mit dem Datenschutz zu tun. Wir müssen gewisse Auflagen erfüllen und dazu gehört eine gute Bildqualität. Diese ist in diesem Falle aber nicht optimal.“ Weiterhin wolle man nun testen, ob die Kameras als Prävention noch Gültigkeit haben. Falls sich die Situation nun negativ verändere, könne man die Videoüberwachung schnell wieder aktivieren. Dann müssten die Geräte allerdings nach-, beziehungsweise aufgerüstet werden. Die Videoüberwachung kostet das Amt jährlich 25 000 Euro.

Als „mittelschwere Katastrophe“ bezeichnete Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn die Abschaltung der Videokameras: „Die waren und bleiben wichtig.“ Seine Sorge sei, dass der Datenschutz, der zweifelsohne eine hohe Bedeutung und Beachtung verdiene, so hoch angesiedelt werde, dass er die Täter begünstige und nicht die Opfer.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 05:45 Uhr

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