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Spenden erwünscht : Erneuter Kampf gegen Schimmelpilz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

St. Willehad-Kirche: 7500 Euro wird die Pilz-Beseitigung durch ein Restauratorenteam kosten. Der Förderverein erbittet Spenden.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Der Kampf gegen Schimmelpilz in der St. Willehad-Kirche ist mühsam: Erneut „blüht“ es im Chorraum, an der Empore und der gesamten Kirchenausstattung. Ein Restauratorenteam hat sich ans Werk gemacht und beseitigt den Pilz. Wie lange das dauert, steht in den Sternen, denn der Arbeitsumfang kann noch nicht eingeschätzt werden. Eine erste Kostenrechnung weist 7500 Euro aus, es könnte aber wesentlich teurer werden.

Mit einem weißen Vollanzug, Atemmasken und Schutzbrillen sind die Restauratorinnen Ursula Lins und Uta Lemaitre ausgestattet und wirken wie Wesen aus dem All. „Wir müssen uns schützen, weil wir beim Arbeiten leicht Sporen einatmen können“, erklären sie. Für die Kirchgänger und das kirchliche Personal besteht allerdings keine Gesundheitsgefährdung: „Da passiert nichts, es sei denn, es sind Extrem-Allergiker darunter“. Das Gotteshaus bleibt während der Pilz-Entfernung geöffnet.

Die St. Willehad-Kirche erfuhr 1992 bis 1993 eine grundlegende Sanierung und Renovierung. Elf Jahre später hatte sich wieder der Schimmelpilz breitgemacht und musste aufwendig bekämpft werden. Nun ist ein Jahrzehnt vergangen und eine weitere Maßnahme unabdingbar. Die Frage nach dem Warum steht im Raum, und ob nur die Lecker Kirche dieses Problem hat. „Nein. Das ist leider nicht selten. Im Schleswiger und Lübecker Dom, in Eckernförde und Gettorf beispielsweise hat man mit wiederkehrendem Schimmelpilz zu kämpfen“, klärt Ursula Lins auf. Bei der Pilz- Entfernung bleiben die Hyphen (fadenförmigen Zellen der Pilze) sitzen, die ihren Nährboden in der Staubauflage und einer hohen Feuchtigkeit finden, heißt es. Deshalb rät die Restauratorin zu einer Ursachenforschung: „Die Überprüfung des Klimas im Kirchenraum, besonders im Bereich des Altars, ist dringend notwendig.“

Die Vorsitzende des Vereins „Freunde der St. Willehad-Kirche“, Susan Scholz, hatte den Schimmelpilz entdeckt, und zwar am Rahmen des Gemäldes „Pastor Nicolaus Bartzius“. Den Befall durch Mikroorganismen bestätigte das Restauratorenteam aus Schleswig dann nicht nur am Gemälderahmen, sondern ebenfalls im Chorraum mit Altar und spätgotischem Kruzifix. Eine genaue Begutachtung ergab: Alle Objekte in der Kirche sind befallen. Pilzfrei ist nur die vor vier Jahren gereinigte Orgel.

„Der Umfang des Pilzes ist unterschiedlich. Meist handelt es sich um flächigen Befall in Form von weißen Pusteln“, erklärt Ursula Lins. Diesem wollen sie und ihre Kollegin Uta Lemaitre den Garaus machen – mit genauem Augen, einer starken Lampe, Rückenstaubsauger, Trockenreinigung und Desinfektion. Manche Objekte werden in der Kirche behandelt, andere ins Atelier transportiert.

„Das hat absolute Priorität und bedeutet eine bittere Tasse Tee für die Kirchengemeinde wie für unseren Verein“, sagt Susan Scholz. Der Förderverein übernimmt für die gleichen Maßnahmen wie vor zehn Jahren die Hälfte der Kosten. „Wir brauchen unbedingt die Unterstützung von Spendern, vor allem wenn die Summe noch höher ausfallen sollte“, bittet Susan Scholz um Zahlungen auf das Konto 61 36 13 3 bei der VR Bank Niebüll, Bankleitzahl 217 635 42.

 

 

 

 

 

 

 

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