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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 16:06 Uhr

Erneute Diskussion um Entfristung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Kontrovers: Die befristete halbe Stelle im Haus der Jugend sorgte abermals bei Niebülls Stadtvertretern für eine Debatte

von
erstellt am 16.Mai.2014 | 11:59 Uhr

Geschlagene 100 Minuten diskutierte die Stadtvertretung am Donnerstag in ihrer 9. Sitzung über eine Personalie im Haus der Jugend (HDJ). Das Ergebnis: Es bleibt vorerst fast alles beim Alten – und damit auch bei den Problemen und bei der befristeten halben Stelle im HDJ.

Einem von Thomas Uerschels vorgetragenen Antrag der SPD-Fraktion zufolge sollte die befristete in eine unbefristete habe Stelle umgewandelt werden und die Mama-Mia-Selbsthilfegruppe wieder eine qualifizierte Betreuung durch eine Mitarbeiterin des HDJ erhalten. Dieser Antrag wurde mit den Gegenstimmen der CDU und des SSW abgelehnt. Ein Alternativantrag von Bernd Neumann (Bildung eines Personalpools, der Sommerprogramm und Spielplatzbereisung sicherstellt, sowie Erarbeitung eines Konzepts) wurde mit den Stimmen der CDU angenommen.

Es falle ihm nicht leicht, diesen Antrag zu stellen, sagte Uerschels eingangs, begründete ihn aber mit seiner Erkenntnis, dass zuverlässige und effektive Jugendarbeit an einem Bildungsstandort wie Niebüll mit nur einer Kraft nicht zu leisten sei und überdies ein öffentlicher Arbeitgeber zuverlässig sein müsse. Erika Spaude (SPD) bezeichnete eine befristete Stelle als unsozial. Ihr Fraktionskollege Leif Jochimsen stellte die Frage, was die Niebüller denken sollen, „wo wir doch schon so lange damit herumeiern.“ Wer es mit der Jugendarbeit ernst meint, sollte zustimmen.

Personelle Lücken mithilfe von Schülern der Beruflichen Schule (Abteilung Fachschule für Sozialpädagogik) zu schließen, gehe nicht, meinte Bürgermeister Wilfried Bockholt. Es seien eben Schüler, die in der Ausbildung sind. Und das HDJ in ein Projekt einzubinden, gehe auch nicht. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Stadt bereits eine Menge für das Haus der Jugend getan habe. Bockholt verwies auf eine bereits formulierte Konzeption für das HDJ.

Dieses stellte Anja Cornils (CDU) inhaltlich infrage, „weil ein Konzept eben auch ein Konzept sein sollte.“ Was in der vom HDJ vorgelegten „Konzeption Haus der Jugend der Stadt Niebüll“ formuliert ist, reiche nicht. „Die CDU möchte etwas Konkretes – etwas, das ersichtlich macht, wofür wir das Haus unterstützen. Es soll darin auch richtig gute Jugendarbeit erkennbar sein.“ Und es müsse mehr im HDJ sein, als nur zusammen zu hocken, zu essen und zu trinken.

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