zur Navigation springen

Millionenen-Investition : Erneute Abstimmung über Kunstrasen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trotz Protest eines Gemeindevertreters soll Risum-Lindholm einen Platz für den Sportverein erhalten. Auch der Kindergarten wird neu gebaut.

Drei bedeutende Punkte standen auf der Tagesordnung der 18. und letzten Sitzung des Jahres. Die Gemeindevertretung brachte den Haushalt 2017 auf den Weg – und mit ihm zwei große Bauvorhaben, in die die Gemeinde annähernd drei Millionen Euro investieren will.

Zunächst zum Haushalt, der wiederum einen für eine ländliche Gemeinde stattlichen Umfang hat. In ihrem Ergebnisplan hat die Gemeinde Erträge von 5  272  400 Euro angesetzt. Die Aufwendungen von 5  091  000 Euro gegen gerechnet, ergeben ein Plus von 181  400 Euro. Fundament der Einnahmenseite sind 2,25 Millionen Euro an Realsteuern und ein Einkommen- und Umsatzsteueranteil von zusammen 1,35 Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite kosten Schule und Kindergärten zusammen 1,58 Millionen Euro und stehen Umlagen von 2,35 Millionen zu Buche. Spitzenreiter unter den Investitionen sind der Neubau des Risumer Kindergartens und ein neuer Kunstrasenplatzes für zusammen drei Millionen Euro. Hinzu kommen kleinere Maßnahmen für Kosten von 600  000 Euro. Den Investitionskosten stehen Einnahmen von 1,1 Millionen gegenüber. Die Steuerhebesätze (je 310 Prozent für die Grundsteuern) und 380 Prozent für die Gewerbesteuer bleiben unverändert.

Die Risumer Kinder bekommen einen neuen Kindergarten. Auf dem Platz des jetzigen Kindergartens soll ein Neubau entstehen. Das baufällige alte Gebäude wird abgerissen, die Kinder finden während der Bauzeit Platz im Risumer Pastorat sowie in der nach den Sommerferien leer stehenden Grundschule. Kindergartenleiterin Frauke Christiansen hat den Plänen ihr Okay gegeben.

Nach Beschlusslage der Gemeindevertretung steht auch dem Bau des Kunstrasenplatzes im Helmut-Hennig-Stadion nichts mehr im Wege. Doch die bereits getroffene Entscheidung zugunsten der 700 aktiven Fußballer beim SV Frisia 03, unter ihnen die meisten Kinder und Jugendliche, wurde von Gemeindevertreter Julius Dohrn abermals angefochten. Mit dem Einwand „nicht schon wieder der Sportverein“ sowie „3000 Bürger aus dem Dorf hätten kein Gut davon“ beantragte er, die Entscheidung zum Bau des Platzes auszusetzen, wobei er noch hinzufügte, das beim Platzbau verwendete Granulat sei gesundheitsgefährdend. Bürgermeister Hauke Christiansen wies die Bedenken zurück. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde für den Verein mit seinen 1700 Mitgliedern bereits die Friesenhalle und das Stadion unterstützt und somit eine vorbildliche Infrastruktur geschaffen „und doch wohl auch alles richtig gemacht hat.“ Trotz der bereits feststehenden Beschlusslage ließ der Bürgermeister eine Abstimmung über den Antrag von Gemeindevertreter Dohrn zu, der mit 12:2 Stimmen (bei einer Enthaltung) abgewiesen wurde.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Dez.2016 | 06:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen