Erinnerung an Fiede Kay mit Song von Louis Armstrong

Nach der Enthüllung des Gedenksteines: Kupferstecher Peter Froese (l.), Gesa Kay und Bürgermeister Uwe Hems. Foto: rah
Nach der Enthüllung des Gedenksteines: Kupferstecher Peter Froese (l.), Gesa Kay und Bürgermeister Uwe Hems. Foto: rah

Bredstedt hat nun einen Platz und einen Gedenkstein zu Ehren des bekannten Sängers

shz.de von
16. Mai 2011, 05:59 Uhr

Bredstedt | Schlicht ist der Gedenkstein, der nun gegenüber dem ehemaligen Bredstedter Rathaus und dem einstigen "Krog" von "Fiede" am Markt steht. Er erinnert an den vor sechs Jahren verstorbenen nordfriesischen Sänger und Gastwirt Fiede Kay (1941 bis 2005). Der Platz ist außerdem zu seinen Ehren in "Fiede-Kay-Platz" umbenannt worden.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde enthüllte Bürgermeister Uwe Hems gemeinsam mit der Witwe des Verstorbenen, Gesa Kay, den Stein aus Granit. Ernst Volquardsen hat ihn gestiftet, der Kupferstecher Peter Froese die Kupferplatte in ehrenamtlichem Einsatz bearbeitet, den Text entworfen und eingraviert: "Im Hause Nr. 35 lebte von 1973 bis 2005 der Sänger und Liedermacher Fiede Kay" ist darauf zu lesen verziert von Noten aus dem berühmten Titel "What a wonderful world" von Louis Armstrong. Peter Froese, der mit Fiede Kay befreundet gewesen war, möchte so allen noch einmal die positive Lebenssicht des Barden vor Augen führen.

Verwaltungschef Uwe Hems würdigte den Sänger als eine Persönlichkeit mit Charakter. Er habe sich in Bredstedt eingebracht und dazu Stadt und Region durch seine Musik über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Uwe Hems dankte allen, die den Anschub dazu gegeben hatten, Fiede Kay ein Denkmal zu setzen - dazu gehörten Ideengeberin Uschi Biber, eine langjährige Freundin Kays, und die SPD-Fraktion, die den entsprechenden Antrag 2010 im Stadtparlament eingebracht hatte.

Viele Konzerte gab Fiede Kay in seinem eigenen Lokal. Seine Lieder trug er oft in fröhlicher Runde vor. Zusammen mit seinem Schulkameraden Knut Kiesewetter hat er eine Schallplatte mit landestypischer Musik aufgenommen. Am erfolgreichsten war die Scheibe "Leeder, Lüüd und Freesenland". Zu dem gleichnamigen Titel war auch ein Fernsehfilm mit Impressionen aus Nordfriesland entstanden. 13 Soloalben und sechs weitere gemeinsam mit anderen Interpreten zeugen von Kays Kreativität. Die Teilnahme an Fernsehshows, wie dem Grand Prix der Volksmusik, oder Vertonungen von Texten deutscher Volksdichter wie Carl Michael Bellman und Hermann Löns verhalfen ihm zu dem Titel "Norddeutscher Volkssänger". Er begleitete sich oft selbst auf der Gitarre und dem Akkordeon und war auch mit Band unterwegs.

Bei der Enthüllung des Gedenksteines anwesend waren neben Freunden und Vertretern aller Fraktionen, ehemalige Weggefährten, dabei auch Kays langjährige Mitarbeiterin Meike Lüddens. Knut Kiesewetter hatte sich wegen anderer Termine entschuldigt. Nach dem offiziellen Teil blieb noch so mancher Gast für einige Augenblicke still und in Gedanken zurück.

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