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Gemeindebücherei : Erhöhung der Ausleihgebühren ist unvermeidlich

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Gemeindevertreter haben eine Erhöhung um rund 20 Prozent für die Ausleihe beschlossen.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 09:13 Uhr

Leck | Die Ausleihe in der Gemeindebücherei wird teurer: Rund 20 Prozent müssen die Kunden tiefer in die Tasche greifen. Das beschlossen alle Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl. Für die Gemeinde bedeutet das eine Mehreinnahme von 2700 Euro jährlich, bis dato sind es knapp 14 000 Euro.

"Gebührenerhöhungen machen keinen Spaß", sagte Jörg Kruse (UWL). Doch Leck sei Bedarfsempfänger und angehalten, Einnahmen zu erzielen, wo es gehe. Die vorige Erhöhung, erinnerte er, habe es noch vor der Einführung des Euros gegeben. Finanzausschussvorsitzender Heinz Jacobsen befürwortete die Erhöhung ebenso, stellte aber fest, dass durch die Mehreinnahmen das Defizit der Bücherei nicht wesentlich weniger werde. Für 2013 rechne man mit einem Defizit von 80 000 Euro. Ähnlich wie ein Schwimmbad trage sich keine Bücherei, meinte Manfred Wiemer (SPD) und sprach von einer moderaten Erhöhung. Auch Eberhard Rudy (CDU) sprach sich für die neue Forderung aus: "Es ist wichtig, dass diese Gebührenanpassung in Abstimmung mit Niebüll geschieht." Das war im Vorwege passiert. Außerdem ist der für Niebüll und Leck gleichlautende Vorschlag über eine Gebührenänderung mit dem Büchereiverein abgestimmt worden. Künftig wird eine Familienkarte 25 Euro kosten, Erwachsene zahlen jährlich 20 Euro, Schüler, Studenten über 18 Jahre und Leistungsempfänger zahlen 15 Euro, Kinder und Jugendliche sind weiterhin befreit. Einwohner der Gemeinden, die nicht Mitglied im Fahrbüchereiverbund sind, müssen höhere Gebühren zahlen.

Bevor die neue Legislaturperiode beginnt, dankte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn den Gemeindevertretern für fünf Jahre gemeinsame Arbeit: "Sie haben den Ort liebens- und lebenswerter mitgestaltet." Es sei eine Vielzahl an Entscheidungen getroffen worden. Als Beispiel nannte Langbehn die Sanierung der Schulen und die Ausrüstung der Feuerwehr. Bürgervorsteher Andreas Deidert schloss in seinen Dank die Verwaltung sowie andere Gremien mit ein: "Wir haben beraten, diskutiert und beschlossen - viele, viele Stunden lang". Die gesamte Gemeindevertretung habe das gern gemacht, weil es zum Wohle der Gemeinde war. "Nein, nicht alles war immer zum Wohle Einzelner, immer aber zum Wohle Aller, aber so ist das wohl in einer Demokratie."

Als besonders schönes Ereignis erwähnte Deidert die Pflanzung einer Himalaya Birke gemeinsam mit dem Bürgermeister im Bürgerpark. Diese wurde der Ehrenbürgerin Ruth Gressmann zum 80. Geburtstag geschenkt. Diese meldete sich unter TOP "Anfragen und Mitteilungen" zu Wort und lobte Langbehns Rede bei der Demonstration für den Verbleib des Finanzamtes in Leck. Allerdings zeigte sie sich auch enttäuscht: "Es hätten viel mehr Bürger da sein müssen". Sie habe jetzt nur einen einzigen Wunsch: "Wenn in Kiel die Verantwortung liegt, kann die Entscheidung nur für Leck fallen."

Mit einer traurigen Nachricht hatte der Bürgervorsteher die Sitzung eröffnet und forderte eine Gedenkminute für Hans-Peter Hansen. Er ist vor wenigen Tagen unerwartet verstorben. Seit neun Jahren war er der Herausgeber des "Lecker Kuriers" und hat ebenfalls viel Arbeit in die Homepage der Gemeinde gesteckt. "Er hat das Gemeindeblatt zu dem gemacht, wie wir es heute kennen und schätzen", sagte Andreas Deidert.

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