Niebüll/Leck : Ergebnisse nur nach Bezirken

Ausgelassene Stimmung im Wahlbezirk Niebüll IV – trotz mangelnder Wahlbeteiligung.  Peter Blohm, Franz Brunk, Ute Schmalfuß und Wolfgang Jandt (v. l.) blieben die meiste Zeit unter sich. Foto: Stephan Bülck
Ausgelassene Stimmung im Wahlbezirk Niebüll IV – trotz mangelnder Wahlbeteiligung. Peter Blohm, Franz Brunk, Ute Schmalfuß und Wolfgang Jandt (v. l.) blieben die meiste Zeit unter sich. Foto: Stephan Bülck

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09. Juni 2009, 10:35 Uhr

Südtondern | "Man muss sich vorher informieren", sagte Björn Schmidt beherzigt - und gab in seinem Lecker Wahllokal den Stimmzettel ab. 33,2 Prozent der Wähler aus dem Amt Südtondern taten es ihm gleich - der Rest blieb zu Hause.

Wer die Gesamtergebnisse der Europawahl für die Stadt Niebüll oder Leck haben möchte, wird enttäuscht. Denn mit seinem neuen Computerprogramm hat das neue Amt Südtondern Neuland betreten. Erstmals mussten nicht die Gesamt-Ergebnisse von Leck und Niebüll ermittelt werden. Es reichte eine Auswertung nach Wahlbezirken (Niebüll: 5, Leck: 7; siehe Infokasten).
Im Vergleich zum Ergebnis auf Amtsebene (44,3 Prozent) schnitt die CDU in Niebülls Wahlbezirken etwas schlechter ab, lag in zwei Lecker Bezirken aber deutlich drüber. Die SPD (auf Amtsebene 23 Prozent) konnte in Niebüll noch drauflegen, musste in zwei Lecker Wahlbezirken aber erheblich einbüßen. Die Grünen (auf Amtsebene: 13 Prozent) pendelten sich auch in Leck und Niebüll bei diesem Wert ein. Die FDP (Amtsebene: 9,6 Prozent) erreichte in der Gemeinde Leck mehr Wähler. Mehr Zuspruch als auf Amtsebene (3 Prozent) fand Die Linke in einigen Niebüller und Lecker Wahlbezirken.

850 Wählerinnen und Wähler machten im Amt Südtondern übrigens von ihrem Briefwahlrecht Gebrauch. Sie entschieden sich (mit 840 gültigen Stimmen) wie folgt: CDU (46,31 Prozent), SPD (16,07 Prozent), Grüne (12,74 Prozent), FDP (10,36 Prozent), Die Linke (3,93 Prozent).

Auch wenn Inge und Otto Eßing aus Leck sich am Wahltag über den langen Wahl-Vordruck wunderten ("Da braucht man ja eine halbe Stunde, um den durchzugucken"), so stand für das Paar fest: Zur Europa-Wahl zu gehen ist Pflicht. "Man möchte ja auch Kritik üben können. Und das geht nicht, wenn man kein Kreuz gemacht hat."

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