Erfreuliche Zahlen für Galmsbüller

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Die Gemeinde senkt die Hebesätze und zahlt für Neugeborene ein Begrüßungsgeld / Wermutstropfen: Bürgermeister legt im Juni sein Amt nieder

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05. Januar 2015, 11:55 Uhr

Das Landjugendheim im Ortsteil Neugalmsbüll platzte aus allen Nähten. Vor den Suppentöpfen mit drei leckeren Alternativen stand eine lange Schlange. Anlass war der Neujahrsempfang der Koogsgemeinde, aus der sich Bürgermeister Norbert Rühmann (61) über etwa jeden fünften der heute 652 Einwohner freuen durfte, der der Einladung der Gemeinde gefolgt war. Draußen schien die Sonne. Und drinnen herrschte auch Freude, die stimmlich von den „Joyfull Voices“ unter der Leitung von Birgit Deussing verbreitet wurde. Es wurde eine stimmungsvolle Fete mit Klönen, Lachen und viel Beifall.

Letzterer galt dem Gemeindeoberhaupt, der über das zurückliegende, alles in allem erfolgreiche Jahr in den Kögen berichtete. Doch musste Norbert Rühmann seinen Galmsbüllern auch Wermut in den Wein gießen und ihnen mitteilen, dass er Ende Juni dieses Jahren von seinem Amt als Bürgermeister zurücktritt – aus arbeitsrechtlichen Gründen, wie es hieß. In einer der nächsten Gemeindevertreter-Sitzungen soll der Nachfolger oder die Nachfolger/in nominiert werden. Er bleibt aber Mitglied der Gemeindevertretung.

Sein Rückblick war von erfreulichen Zahlen bestimmt. Aus den Straßenleuchten wird es künftig nur noch „LED-hell“ strahlen. Zwischen Nahnshof und Neugalmsbüll haben die Galmsbüller einen Rad- und Fußweg zur Verfügung. Finanziell gibt es Verbesserungen. So wurden die Hebesätze der Grundsteuern A und B von 300 auf 139 Prozent gesenkt. Kinder bekommen einen Zuschuss von jährlich 100, Neugeborene ein Begrüßungsgeld von 1000 Euro.

Im Rahmen der Kleinen Flurbereinigung wurden 1,8 Kilometer Weg instandgesetzt. Im nächsten Jahr sollen es 9,4 Kilometer sein – und zwar wie 2014 ohne Anliegerbeiträge. Für 2015 stehen weitere Straßeninstandsetzungen an: auf Dagebülldamm und dem Mühlendeich, am Randstreifen vor der Kirche, im Grotsand und in der Neugalmsbüller Dorfstraße. Vor dem Landjugendheim wird die Beleuchtung verbessert. Außerdem steht der Erlass einer Anliegerbeitragssatzung auf der Agenda.

Auch das Thema Breitbandversorgung wird die Einwohner beschäftigen. Sie sollen am 28. Januar und 11. Februar (jeweils 19.30 Uhr im Landjugendheim) informiert werden.

Ab sofort wird „Gemeindekümmerin“ Corinna Lüttschwager ihre Arbeit in der Gemeinde antreten – bemessen mit einer halben Stelle, die von der „Bürgerwindpark-Stiftung“ finanziert wird.

Bürgermeister Norbert Rühmann bat dringend darum, die Möglichkeit der kostenlosen Sperrmüllabfuhr zu nutzen – und Müll künftig nicht mehr im Straßengraben abzuladen. Abschließend dankte er allen, die sich in den Dienst der Gemeinde gestellt haben. Stellvertretend für sie nannte er Gönna Lorenzen-Feddersen (Landjugendheim) sowie Käty und Helmut Bernd (Landschaftspflege). Und seinen Galmsbüllern wünschte er Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr.

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