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Nordfriesland Tageblatt

21. September 2017 | 08:42 Uhr

Dupont/Danisco : Entlassungen treffen auch Niebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zwar sind es im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft nicht viele, dennoch sorgen Entlassungen bei der Dupont/Danisco Deutschland GmbH für Verunsicherung.

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Rund 280 Mitarbeiter arbeiten für das Unternehmen in Niebüll, das unter anderem Starterkulturen für Milchprodukte herstellt. Elf von ihnen müssen bis Mitte des Jahres das Unternehmen verlassen.

Mit der im letzten Jahr verkündeten Mega-Fusion der Chemieunternehmen Dupont und Dow Chemical (wir berichteten) hätten die Kündigungen nichts zu tun, betont Reinhold Sand, Geschäftsführer der Dupont/Danisco Deutschland GmbH. Grund sei vielmehr die schlechte Geschäftsbilanz 2015 des US-Mutterkonzerns, zu dem verschiedenste Industrien in über 90 Ländern gehören. Durch Schwächen im Agrargeschäft sowie einen niedrigen Dollarkurs lägen die Ergebnisse deutlich hinter den Erwartungen. Als Folge kündigte der Chemieriese Entlassungen an.

Die Dupont/Danisco Deutschland GmbH in Niebüll habe hingegen gute Ergebnisse erzielt, so Sand. Dennoch sei auch der Standort im Norden von den globalen Sparmaßnahmen betroffen. „Mit weniger als fünf Prozent unserer gesamten Belegschaft sind wir zum Glück nur unterproportional daran beteiligt“, formuliert es der Geschäftsführer. „Wir sind aber auch nicht komplett unberücksichtigt geblieben.“

Bei den Entlassungen sei versucht worden, so sozialverträglich wie möglich vorzugehen. Zumindest die Hälfte der Kündigungen seien im beidseitigen Einvernehmen ausgesprochen worden.

Ob künftig der Standort Niebüll von weiteren Sparmaßnahmen verschont bleibe – auch in Bezug auf Abwicklung der Mega-Fusion – , darüber mag Reinhold Sand keine Prognose stellen. „Wer kann heute als großes Unternehmen schon Arbeitsplätze für mehrere Jahre garantieren?“, fragt der Geschäftsführer.

Der Standort Niebüll habe für die nächsten Jahre jedoch eine wichtige strategische Bedeutung, das Interesse an der breiten Produktpalette des Unternehmens sei weiterhin groß. „Insgesamt bin ich optimistisch für die GmbH“, fasst es Reinhold Sand zusammen.

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