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Baugebeit in Enge-Sande : Enge-Sande will kräftig bauen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In der Gemeinde sollen demnächst Wohnhäuser auf zehn Grundstücken entstehen , Baubeginn im nächsten Frühsommer geplant.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 15:00 Uhr

Enge-Sande | In Enge-Sande sollen demnächst neue Wohnhäuser gebaut werden. Einen Bebauungsplan für das geplante Neubaugebiet haben die Mitglieder der Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Unter anderem wurde festgelegt, wie genau die Gebäude auf den Baugrundstücken – die vorrangig für Ortsansässige bereitgestellt werden – aussehen sollen. Zehn Grundstücke werden demnach in Enge, nördlich des letzten Neubaugebiets Gärtnerkoppel, entstehen. Eine entsprechender Bauvoranfrage war zuvor von der Landesplanung im Innenministerium Schleswig-Holstein genehmigt worden. Im nächsten Schritt muss das Land jetzt Bebauungs-und Flächennutzungsplan absegnen. Die ersten Bagger könnten dann im Frühsommer 2018 rollen.

„In Enge-Sande gibt es viele bauwillige junge Leute“, sagt Carsten-Peter Thomsen, Bürgermeister in Enge-Sande. Bereits jetzt habe er rund sechs Kaufanfragen für die neuen Häuser im Ort vorliegen. Bei der Vergabe sollen zunächst alle Anfragen gesammelt werden, bevor entschieden wird, wer die Grundstücke kaufen sowie bauen darf. „Wenn sich zu viele Menschen aus dem Ort bewerben, werden wir das Los entscheiden lassen“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Ein sogenanntes Windhundverfahren, bei dem derjenige, der zuerst kommt auch den Zuschlag erhält, soll es nicht geben.

Auf einer Fläche von rund 1, 4 Hektar sollen drei Doppel-sowie sieben Einzelhäuser auf 600 bis 900 Quadratmeter großen Grundstücken entstehen. Die Firsthöhe der Gebäude darf 8,50 Meter nicht überschreiten, heißt es im Plan. Wer sich vor den Blicken der Nachbarn schützen will, darf – zumindest an den seitlichen und hinteren Grundstücksgrenzen – Einfriedigungen bis zu einer Höhe von zwei Metern aufstellen. In Richtung der Straßen sind allerdings nur Zäune, Hecken aus heimischen Laubgehölzen und Wälle zulässig, die nicht höher als ein Meter sind. Wer es gern auffällig mag, hat in diesem Neubaugebiet schlechte Karten: „Grell leuchtende Farben“ sind nach dem Willen der Gemeindevertreter bei den Abgrenzungen unzulässig.

Weil es sich sich um ein reines Wohngebiet handelt, sinddürfen unter anderem Läden, Restaurants, Hotels, Gartenbaubetriebe, oder Tankstellen hier nicht einziehen. Anders als zunächst geplant, entschieden die gewählten Vertreter, dass die Doppelhäuser eine einheitliche Dachform und Dachbedeckung aufweisen müssen – neben rot, rot-braun, braun, grau, anthrazit, schwarz, grau sind demnach auch grüne Ziegel erlaubt. Dachflächen und Fassaden sind bei Doppelhäusern nur in einheitlicher Farbe erlaubt. Einen Wintergarten dürfen die neuen Bauherren auf bis zu 20 Quadratmeter Grundfläche ausdehnen – zuvor war die Obergrenze vier Quadratmeter kleiner. Außerdem wurde entschieden, dass die sogenannten kleinen Windkraftanlagen auf den Grundstücken nicht zulässig sind. Sobald die Pläne vom Land genehmigt sind, soll im nächsten Schritt der Bauauftrag an ein Tiefbau-Unternehmen vergeben werden – dann startet die Erschließung des Baulandes. Zuletzt war 2008 in der Gemeinde westlich des Enger Ortsgebietes zwischen der Dorfstraße und der Enger Straße das Baugebiet „Gärtnerkoppel“ entstanden. Acht Grundstücke zwischen 640 bis 780 Quadratmetern waren damals gebaut worden. Das Areal war zuvor von einer ortsansässigen Baumschule genutzt worden.

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