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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 07:30 Uhr

Interview : Engagement zum Wohl der Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

17 Jahre war Ruth Gressmann Bürgervorsteherin der Gemeinde Leck. In einem Interview zieht die heute 80-Jährige ein persönliches Fazit.

von
erstellt am 03.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Ehrenbürgerin von Leck, Trägerin der Freiherr-vom-Stein-Medaille, des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold: Ruth Gressmann hat sich verdient gemacht mit starkem persönlichem Engagement, in herzlicher und menschlicher Art und Weise. 17 Jahre (1986 bis 2003) war die heute 80-Jährige Bürgervorsteherin.

Seit einem Jahrzehnt sind Sie aus dem Amt. Vermissen Sie die Arbeit als Bürgervorsteherin?
Ruth Gressmann: Nein, überhaupt nicht. Eigentlich wollte ich früher aufhören, aber man hatte mich seinerzeit bekniet, weiterzumachen. Im Nachhinein waren das dann die schönsten fünf Jahre in meiner damaligen Funktion, weil ich sicher in meinem Tun war.

Warum hatten Sie sich zur Bürgervorsteherin wählen lassen?
Ich liebe die Gemeinde und vor allem die Menschen. Ich habe an dem Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach festgehalten: „Wenn man nicht aufhören will, die Menschen zu lieben, darf man nicht aufhören, Gutes zu tun“. Gutes zu tun, ist mir nie schwergefallen, vor allem, weil ich viele Menschen um mich herum hatte, die mir geholfen haben.

Was lag Ihnen besonders am Herzen?
Ich habe mich stark gemacht für Leute, die in Not waren und mich besonders um die ältere Generation gekümmert. Ich hatte viel Kontakt zu den Senioren, weil ich zu ihren hohen Geburtstagen und Jubiläen gegangen war. Froh hat mich gemacht, den Nachmittag der Begegnung für alle älteren Menschen aus der Karrharde ins Leben gerufen zu haben.

Was waren die Highlights in Ihrer aktiven politischen Zeit?
Dass der Neujahrsempfang mit den Säulen Kommune, Kirche, Bundeswehr und Handels- und Gewerbeverein zustande gekommen war. Ich hatte sieben Jahre darum gekämpft. Auch die Anschaffung des Flügels für das Rathaus war ein wichtiger und richtiger Schritt. Mein schönstes Erlebnis war, dass ich Sponsoren gefunden hatte für die Hebebühne des DRK-Behinderten-Busses. Von da an konnten endlich Rollstuhlfahrer an allen Veranstaltungen teilnehmen.

Wie erleben Sie als politischer Mensch heute das Geschehen in Leck?
Ich habe gelitten, als Leck sich dem Amt Südtondern angeschlossen hat. Ich hätte mir eine andere Fusion gewünscht. Ansonsten verfolge ich natürlich die Politik auf kommunaler Ebene.

Was nimmt jetzt Ihre Zeit in Anspruch?
Ich genieße die Zeit mit meinem Mann, der in all den Jahren immer eine große Stütze für mich war und mir den Rücken gestärkt hat. Häufig werde ich noch von vielen Vereinen und Gremien eingeladen, in denen ich mitgearbeitet habe. Es ist immer schön, „alte“ Bekannte und Mitstreiter zu treffen.

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