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Tempo 70 gewünscht : Engagement für Verkehrssicherheit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung Enge-Sande machte deutlich: Einwohner des Ortsteils Schardebüll wünschen sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Zudem muss die Gemeinde das Friedhofsdefizit ausgleichen

Dass sich unter den zahlreichen Besuchern der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Enge-Sande eine große Gruppe von Einwohnern des Ortsteils Schardebüll befand, hatte seinen Grund. Wie ihre Sprecherin aufführte, wollten sie sich für ihr schon seit zwölf Jahren verfolgtes Ziel einsetzen, die Verkehrssicherheit im Bereich ihrer Ortsdurchfahrt deutlich zu verbessern.

Zum einen wünschten sie, die Gemeinde möge bei der Verkehrsaufsicht beantragen, auf der Durchfahrtsstraße die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer zu begrenzen. Ferner baten sie um häufigere Messungen der Geschwindigkeit auf der Kreisstraße K 87, wo oft in beängstigender Weise gerast werde. Des weiteren wurde der Ausbau eines Fahrradwegs entlang der Kreisstraße von Enge nach Schardebüll und eine Verbesserung der dortigen Straßenbeleuchtung gefordert.

Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen wies darauf hin, die Beschilderung von Straßen obliege dem Straßenbauamt. Um die Erstellung des Radweges bemühe sich die Gemeinde – leider bislang vergeblich – schon seit 30 Jahren. Sie habe dafür im vergangenen Jahr sogar 250 000 Euro in den Haushalt eingestellt, aber keine Zusage für einen Zuschuss erhalten. Die Gesamtkosten in Höhe von 700 000 Euro könne die Kommune allein nicht aufbringen. Mit dem Problem der Straßenbeleuchtung werde sich der Bau- und Wegeausschuss in seiner nächsten Sitzung befassen.

Eine kurze Diskussion der Co-Finanzierung von Defiziten, die bei der Verwaltung des Enger Friedhofs entstehen, führte zu der von Bürgermeister Thomsen formulierten Einsicht: „Es ist keine Frage, dass die Gemeinde zum Ausgleich eines Friedhofdefizits verpflichtet ist.“ Man habe sich bislang lediglich an den von der Gemeindevertretung als zu hoch angesehenen Verwaltungskosten gestoßen. Nachdem Roger Bodin von der Kirchengemeinde Nordfriesland seine Absicht erläutert hatte, unterschiedliche Regelungen bezüglich der Festsetzung der Verwaltungskosten zu vereinheitlichen und dabei von vier Prozent des Haushaltsvolumens auszugehen, stimmte man dieser Regelung – rückwirkend bei zum 1. Januar 2014 – einstimmig zu. Dadurch verpflichtete die Kommune sich, einen für das Jahr 2013 errechneten Fehlbetrag in Höhe von 1900 Euro auszugleichen. Einig wurden sich die Gemeindevertreter auch darin, Bürgermeister Thomsen, Stefanie Jacobsen-Boysen als Vorsitzende des Finanzausschusses, den Gemeindevertreter Thomas Gregersen sowie Carsten-Peter Petersen als Ersatzmitglied in den gemeinsamen Friedhofsausschuss der Kirchengemeinde Enge und politischen Gemeinde Enge-Sande zu entsenden.

Im Zuge der Detailplanung des neuen Enger Feuerwehrgerätehauses legte Christina Scheil, Planerin im Bauamt Südtondern, für die Ausrichtung des Gebäudes zwei Entwürfe vor. Der eine sieht die Ausrichtung in Firstrichtung der Schule vor, der andere eine Platzierung parallel zur Grundstücksgrenze. Die Gemeindevertretung entschied sich für die zweite Variante, da diese noch genügend Platz für einen später eventuell erforderlichen Anbau freihält. Der Abstand zur Gemeindegrenze an der Straße soll 20 Meter betragen. Mit der Feuerwehrunfallkasse muss noch abgeklärt werden, ob eine zweite Zufahrt zwingend erforderlich ist, zumal die Feuerwehrangehörigen deren Notwendigkeit nicht erkennen. Es ist ein Stellplatz für ein längeres Fahrzeug in den Plan aufgenommen worden. Das Gebäude ist in der Form und Ausführung an die Umgebung angepasst worden, wobei auch die Kosten im Auge behalten wurden. „Mit einer Baugenehmigung ist nicht vor dem Herbst dieses Jahres zu rechen,“ so Christina Scheil. Die Architektin ermittelt zur Zeit die voraussichtlichen Kosten. –

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erstellt am 19.Mai.2014 | 18:57 Uhr

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