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Positive Resonanz : Endspurt beim Weihnachtstrubel

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Handels- und Gewerbevereine ziehen bereits positive Bilanz: Niedrige Spritpreise machen das Geld locker. Besucher genossen das Programm.

Die Handels- und Gewerbevereine der Stadt Niebüll, der Gemeinde Leck und des Erholungsorts Dagebüll haben es mal wieder geschafft. Der HGV Niebüll beendete sein vorweihnachtliches Programm mit der Hauptziehung seiner Weihnachtsverlosung. Der HGV Dagebüll meldet eine große Resonanz auf seine zweitägige Weihnachtsmeile in der Nordseestraße. In Niebüll endet der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz übermorgen, in Leck ist heute Abpunschen für den guten Zweck.

Es mögen an die 1000 Besucher gewesen sein, die Sonnabend um 18.15 Uhr ihre Blicke auf die blaue HGV-Bude in Niebüll richteten, wo Holger Jessen, Renate Hartwig und Karl-Heinz Christiansen mithilfe des Weihnachtsmanns und seiner Engel Kristina und Kerrin den Schlusspunkt der 27. Weihnachtsverlosung setzten und die letzten 78 Gewinner aus der Lostrommel ermittelten. Insgesamt kamen 8000 Lose in die Trommel. Nach grober Schätzung beteiligten sich zwischen 6000 und 7000 Nordfriesen an dieser Lotterie mit Preisen im Gesamtwert von 8000 Euro.

Der Hauptgewinn, Golddukaten im Wert von 500 Euro, ging an die Niebüller Gymnasiastin Katharina Kuhn (18). Der Erlös aus der Verlosung (50 Cent pro Los) ist der örtlichen Jugendarbeit zugedacht, eventuell auch jugendlichen Flüchtlingen. Bei der Verlosung verabschiedete Organisationswartin Renate Hartwig die beiden „diensthabenden“ Engel aus ihrer Tätigkeit für den HGV. Kristina geht ins Ausland, Kerrin bereitet sich auf das Abi vor.

HGV-Geschäfsführer Holger Jessen zog zur Niebüller Vorweihnacht eine alles in allem positive Bilanz. Der örtliche Handel meldet nach zögerlichem Start ein zufriedenstellendes Weihnachtsgeschäft. Die heller als sonst illuminierte Stadt wurde von der Bevölkerung aus Stadt und Umland dankbar angenommen. Diesem Eindruck tat das fehlende winterliche Flair keinen Abbruch. Es ist eher zu vermuten, dass der wärmste Dezember seit Langem zusammen mit niedrigen Heizölpreisen den einen oder anderen Euro für den Einkauf freisetzte. Das Programmangebot des HGV kam gut an. Mit dem Feuerspucker aus Flensburg gab es eine Besonderheit. Die „Fußmatte“ aus Holzhackschnitzeln wurde dankbar begrüßt. Der Weihnachtsmarkt erwies sich wieder als kuschelig und gemütlich. „Er wird längst über die Stadtgrenzen hinaus als eine besondere Institution bewundert“, sagte Holger Jessen, der die Bürger aus Niebüll und der Nachbarschaft einlädt, auch die letzten Tage auf dem Markt zu genießen. Es sind – wie in den vergangenen Jahren – Tage des Wiedersehens, wenn in der Fremde lebende Niebüller in ihr altes Städtchen heimkehren und auf dem Markt mit Freunden und Bekannten ein Gläschen Weihnachtspunsch schlürfen.


Mit viel Flair in Dagebüll


In Dagebüll fand über das vierte Adventswochenende die dritte Weihnachtsmeile statt. Ihren Ursprung hat sie bekanntlich der baulichen Entwicklung im Ortsteil Dagebüll-Hafen zu verdanken, dessen besonderes Flair der Ladenzeile zwischen „Molenkoopmann“ und Hotel Neuwarft zuzuschreiben ist. Der HGV entwickelte aus der veränderten Situation die Idee zu dieser Aktion zum 4. Advent und stieß bei der Bevölkerung auch aus dem Hinterland auf gute Resonanz. Begünstigt wurde die Meile dieses Mal von einigermaßen gutem und vor allem trockenem Wetter – und unterstützt vom DNT-Förderverein, der Gemeinde und der Richardsen-GmbH, die sieben Holzbuden zur Verfügung stellten, aus denen allerhand Weihnachtliches zu erstehen war wie Süßigkeiten, Herzhaftes und Weihnachtspunsch. Für die Kinder drehte sich ein Karussell, wurde Ponyreiten angeboten und lud die Freiwillige Feuerwehr Dagebüll zu Rundfahrten mit ihrem Feuerlöschfahrzeug ein. Weihnachtsmann Gerd, die Bläser aus Süderlügum und der Niebüller Gospelchor sorgten für weihnachtliche Atmosphäre. Eine Verlosung mit einer Kreuzfahrt auf dem Rhein, einer Woche Sylt, zwei Fünf-Gänge-Menüs und einer Nacht für zwei Personen im Leuchtturm-Hotel sowie 45 Sachpreise machten die Offerten der dritten Dagebüller Weihnachtsmeile komplett. Meilen-Chef Gerd Neumann, dem 20 Helfer zur Seite standen: „Im Leuchtturm kann erst ab Januar 2017 übernachtet werden. Bis dahin ist das Zwei-Personen-Hotel ausgebucht.“

Mit etwas Verspätung begann indes die spannende Hauptverlosung des Lecker HGV-Weihnachtsrätsels, da noch etliche Konzertbesucher aus der Kirche St. Willehad zur Verlosung strömten. Schon eine halbe Stunde vor Beginn platzte der Kirchplatz vor der Bühne fast aus allen Nähten. „Dieses Rätsel hat richtig viel Spaß gemacht!“, freute sich Margitta Borgmann, die gemeinsam mit zwei Bekannten gerätselt hatte. „Mal sind wir zusammen los, mal getrennt – wenn die eine etwas nicht wusste, kam die andere sofort darauf und umgekehrt.“ Leider gehörte sie dieses Mal nicht zu den Gewinnern. Glücksfee Marie zog mit sicherer Hand einen Gewinner nach dem anderen aus der fast bis zum Rand gefüllten Zinkwanne. 34 HGV-Gutscheine im Wert zwischen 20 und 200 Euro gab es zu gewinnen, von denen einige direkt im Anschluss an die Verlosung abgeholt wurden. Die Hauptgewinner der beiden HGV-Gutscheine waren Ronny Fischer aus Leck und Thomas Kuchel aus Flensburg. Nicht abgeholte Gewinne können bei Fernseh-Erichsen noch abgeholt werden. Dort hängt ebenso eine Gewinnerliste aus wie auf www.leck.de.

Mittags hatte das Lecker Weihnachtsdorf zum vierten und letzten Mal in diesem Jahr am Sonnabend bereits ab 12 Uhr geöffnet zum „LECKer Mittag“ – zahlreiche Lecker verknüpften ihren Weihnachts- oder Wochenendeinkauf wieder mit einem leckeren Imbiss auf dem Kirchplatz. Auch die Bundeswehr war mit ihrer Feldküche vor Ort. Um halb vier zog dann der Fanfarenzug Karrharde mit seinen Bläsern und Percussioninstrumenten ein, um die Besucher mit alten und neuen, bekannten und weniger bekannten weihnachtlichen Weisen zu erfreuen.

Heute öffnet das Weihnachtsdorf ein letztes Mal die Pforten zum Abpunschen für den guten Zweck. Der Erlös, den die verschiedenen Aussteller zusammenlegen, kommt der Jugendfeuerwehr Leck zugute. Um 16 Uhr geht es los, das Ende ist offen – dazwischen erfreut ab 16.30 Uhr das Lecker Christkind die Kleinen und Großen. Den Programmabschluss bilden Nordiske Brann mit ihrer lichtvollen Feuershow.

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