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Nordfriesland Tageblatt

23. September 2017 | 11:32 Uhr

Endlich schnelles Netz für Aventoft

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Interesse der Einwohner an einem Breitband-Anschluss ist riesengroß – Gemeinde leidet bisher unter schlechter Netz-Qualität

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2017 | 17:23 Uhr

Unter dem Motto „Breitband für alle“ fand nun auch endlich in der Gemeinde Aventoft eine Informationsveranstaltung zum blitzschnellen Glasfasernetz statt. Und das Interesse unter den Bürgerinnen und Bürgern war riesengroß, denn die Turnhalle als Veranstaltungsort platzte fast aus allen Nähten. Bürgermeisterin Christine Harksen zeigte sich dann in ihrer Begrüßung auch hoch erfreut über die überaus große Resonanz und hoffte, dass auch alle beim Vertragsabschluss mitmachen. Denn die meisten Ortsteile in der Grenzgemeinde seien mit dem derzeitigen Telefon- und Internet-Anschluss arg gebeutelt. Dazu ist auch das Handy-Netz nicht immer verfügbar, durch die Überreichweiten aus dem benachbarten dänischen Netz.

Mit viel Technik und einer großen Leinwand präsentierte sich die vor knapp sieben Jahren gegründete Breitbandnetz GmbH & Co KG mit Sitz in Breklum (BBG), wie es in Aventoft mit der Glasfasernetz-Versorgung von statten gehen soll. Die Leiterin vom Vertrieb und Kommunikation bei der BBG, Kerrin Carstensen, verglich eingangs den einstigen Telefonanschluss und das geplante Glasfasernetz mit dem früheren Brunnen- und heutigen Leitungswasser. Es besteht derzeit für alle Hausbesitzer die Chance, den globalen Glasfaseranschluss kostenfrei direkt ins Haus zu bekommen. Sei es für Telefon, Internet, Fernsehen oder Telemedizin aber auch für Weiterbildung, Arbeit von Haus zu Haus oder Heimvernetzung. Ein- und Zweifamilienhäuser erhalten einen Anschluss, während Mehrfamilienhäuser jeweils einen eigenen Anschluss pro Wohnung erhalten.

„Es bedeutet eine Standortsicherung und Daseinsvorsorge, denn nicht nur die eigene Immobilie wird aufgewertet, sondern das ganze Dorf“, sagt Kerrin Carstensen. Über die Möglichkeiten der verschiedenen Basispakete für Telefon, Internet und Fernsehen referierte Olaf Bessel vom Vertrieb des Anbieters (Provider) „nordischnet“ aus Kiel. Der günstigste Anschluss kostet 42,90 Euro pro Monat bei einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 99 Euro. Die bisherige Telefon-Nummer und E-Mail-Adresse können behalten werden, aber „nordischnet“ sollte die Abwicklung mit dem derzeitigen Anbieter übernehmen. Für die Hausverkabelung stehen mit den Elektro-Behrmann (Bredstedt) und ComServ-Nord (Leck) zwei Service- und Vertriebspartner des Anbieters in der Region zur Verfügung. „Nach Anschluss hat Aventoft dann ein schnelleres Netz als die Landeshauptstadt Kiel“, warb Olaf Bessel.

Die Hausanschlüsse selbst werden kostenfrei möglichst unterirdisch bis an die zur Straßenseite gewandte Gebäudeseite des Wohnhauses verlegt, erläuterte Oliver Karich, Leitung Tiefbau der BNG. Jeder weitere Meter zu anderen Gebäudeseiten kostet dann rund 42 Euro. Wer derzeit eine neue Auffahrt an seinem Grundstück plant, sollte gleich ein Leerrohr mit verlegen, riet Oliver Karich. Anhand einer Skizze zeigte er auf, dass die Grobplanung für die Leitungen in der Gemeinde schon steht.

Wie geht es nun weiter mit dem Breitband in Aventoft? Dazu finden am Dienstag, 4. Juli, sowie jeweils Donnerstags, 13. und 20. Juli, immer von 16 bis 19 Uhr, im Gemeinderaum der alten Schule Beratungstermine statt. Hier können die Einwohner dann auch die entsprechenden Verträge abschließen. Dieses kann aber auch elektronisch über das Internet erfolgen, sofern dieses in Aventoft übertragungsmäßig überhaupt möglich ist. Bis zum 24. Juli (Donnerstag) müssen alle Verträge abgeschlossen sein, dann wird bis September sondiert, ob genügend Anschlüsse für die entstehenden Baukosten vorhanden sind. Man rechnet in Aventoft mit einer benötigten Quote von rund 70 Prozent, denn pro Hausanschluss dürfen im Mittel gemäß den Vorgaben nicht mehr wie 3500 Euro Anschlusskosten entstehen. Nach der Feinplanung für die einzelnen Häuser erfolgt dann etwa ein Jahr später der Baubeginn. Ein genauer Anschlusstermin konnte aber noch nicht genannt werden. Es stehen vertraglich nur drei Tiefbauunternehmen zur Verfügung. Insgesamt erfolgen jährlich rund 2000 Hausanschlüsse in den beiden betroffenen Ämtern.

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