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Zukunft gesichert : Endlich Gewissheit für die Elektroniker

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das drohende Aus ist vom Tisch: Nordfriesland freut sich über den angekündigten Erhalt der Lecker Ausbildungswerkstatt.

Von der guten Nachricht hörte Michael Schöllermann gestern gegen Mittag im Radio. Ein Sekt wurde dann aber nicht aufgemacht, wohl aber einen Kaffee gönnte sich der Leiter der zivilen Ausbildungswerkstatt der Luftwaffe, um auf das Versprechen von Ursula von der Leyen anzustoßen. Für Schöllermann kam die Entscheidung zur Beibehaltung des Ausbildungsstandorts Leck überraschend. „Seit 2010 war es Jahr für Jahr in der Schwebe, ob wir langfristig hier bleiben können“, sagte er. „Umso schöner ist es nun, dass wir endlich Planungssicherheit haben und wissen, dass wir alljährlich wieder 14 neue Auszubildende aufnehmen können.“ Er hofft für sich und seine Kollegen, dass die erfreuliche Botschaft der Bundesverteidigungsministerin, die sie gestern beim Truppenbesuch des Spezialpionierbatallion 164 in Husum verkündete, auch lange Bestand hat. Ursula von der Leyen fand in der Stormstadt deutliche Worte. Die Schließung der Ausbildungswerkstatt in Leck sei vom Tisch, weil die Elektroniker, die dort geschult werden, „von der Truppe dringend gebraucht“ würden.

Derzeit sind es 56 Auszubildende, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes zum „Elektroniker für Geräte und Systeme“ schulen lassen. Sie alle kommen aus der Region, weshalb für Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn der Erhalt der Ausbildungswerkstatt auch besonders wichtig war. Auch er freute sich über den Entschluss der Ministerin: „Das Ergebnis ist für alle Beteiligten, die sich hier im besonderen Maße für den Standort stark gemacht haben, eine Bestätigung ihres Engagements“, lobte er. Bürgermeister Langbehn vermutet, „dass die guten Rahmenbedingungen vor Ort, unsere Infrastruktur sowie auch die hohe Ausbildungsqualität der Werkstatt bei der Entscheidung eine bedeutende Rolle gespielt haben.“

Der Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing würdigte die Entscheidung der Verteidigungsministerin für die Ausbildungswerkstatt ebenfalls als „Lohn für gemeinsamen Einsatz der Region für diese Einrichtung“. So hätten Gemeinde Leck, Kreis Nordfriesland, Kreisberufsschule und viele weitere Akteure sich seit vier Jahren konsequent für den dauerhaften Erhalt eingesetzt. Liebing: „Die Ausbildungswerkstatt ist ein sehr wichtiger Faktor im Hinblick auf die Ausbildungschancen für junge Menschen in dieser ländlichen Region. Sie bietet zusätzliche Ausbildungschancen und trägt zur Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr bei. Die Absolventen der Ausbildungswerkstatt waren in der Vergangenheit immer ein gutes Rekrutierungspotential der Bundeswehr.“

 

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erstellt am 17.Apr.2015 | 08:15 Uhr

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