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Tempo 100 statt 50 : Endlich: Freie Fahrt auf der Bundesstraße 5

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das 2,3 Kilometer lange Teilstück der Bundesstraße 5 zwischen Niebüll und Klixbüll ist wieder uneingeschränkt befahrbar. Die Tempo 50-Schilder wurden abgebaut.

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erstellt am 31.Dez.2013 | 10:00 Uhr

Eine „unendliche Geschichte“ hat offenbar ein Ende. Das 2,3 Kilometer lange Teilstück der Bundesstraße 5 zwischen Deichskopf und Klixbüll ist wieder uneingeschränkt befahrbar. Die Verkehrszeichen Nr. 274 Nach § 41 der Straßenverkehrsordnung „Zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h“ sind verschwunden – abgebaut, nicht mehr da – ohne vorherige Ankündigung.

Nachdem das Straßenstück durch Leitplanken gesichert worden war, sollte die erlaubte Geschwindigkeit zunächst von 50 auf 70 km/h erhöht werden, bis sicher war, dass die Ost-Bankette fest genug sein würde. Erst danach würde, wie es hieß, Tempo 100 möglich sein. Nun, das scheint schon jetzt der Fall zu sein – zur Freude vieler bisher genervter Autofahrer.

Damit scheint auch eine Episode aus der Geschichte der 555 Kilometer langen Fernstraße beendet, die in Böglum an der deutsch-dänischen Grenze beginnt und in Frankfurt/Oder an der polnischen Grenze endet. Die B 5 – in den 1930-er Jahren als „Reichsstraße 5“ aus der Taufe gehoben, ist eine der berühmtesten Fernstraßen der Bundesrepublik. Durch Autobahnen wie die A 12 oder A 24 hat sie zwar an Bedeutung verloren, ist aber durch ihre Stationen berühmt geworden – weniger zwar als Parallele zur Westküste Schleswig-Holstein, mehr hingegen aber, weil sie Hamburg berührt, durch Berlin verläuft und ihre Route auch schon mal durchs Brandenburger Tor führte – und einst auch bis nach Breslau und Beuthen.

Die für viele Nordfriesen, aber auch Durchreisende leidvolle, einjährige durch die Sanierung hervorgerufene Episode scheint, ordnet man sie in die Geschichte dieses Verkehrsweges ein, allenfalls winzig und wird über kurz oder lang vergessen sein. Doch kritische Nordfriesen werden nicht vergessen, dass man eigentlich hätte früher darauf kommen müssen, dass dieses Teilstück der Straße auf dem Jahrhunderte alten Klixbüller Deich auf organisch weichem Untergrund und zersetztem, wie Blumenerde weichem Torf gebaut wurde. Darauf kam man allerdings erst, als die Bauarbeiten im Gange und in der Trasse auch noch Leitungen zu verlegen waren.

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