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Eltern ackern, damit ihre Kinder kuscheln können

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Arbeiten sollen den Weg für die zweite Spielebene in der Kita Ladelund freimachen

Am Wochenende ist die Kindertagesstätte Ladelund bei der Realisierung ihres seit Jahren geplanten Projektes „Zweite Spielebene in der Eingangshalle“ einen großen Schritt vorangekommen. Die nur für Kinder im Alter von über drei Jahren konzipierte Ebene soll oberhalb der Treppe zur Bühne in der Turnhalle der einstigen, 1926 erbauten „Volksschule mit Aufbauzug Ladelund“ verlaufen. Der damalige Landrat des Kreises Südtondern, Skalweit, rühmte die winzige, nur gut 80 Quadratmeter umfassende Halle in seiner Einweihungsrede als „vorbildlich und mit allen Errungenschaften der sportlichen Technik versehen“.

Die jetzt in Angriff genommene zweite Spielebene soll genau dort verlaufen, wo seit Übernahme des Gebäudes durch den Kindergarten ein Ziegeldach den Eindruck eines „Hauses im Hause“ vermittelte und der nüchternen Halle dadurch einen etwas wohnlicheren Charakter verlieh. Dieses musste nunmehr – 36 Jahre nachdem Malermeister Ingwer Christophersen es errichtet und das Hallendach mit einer leuchtend gelben Sonne verziert hatte – dem neuen Vorhaben weichen. Dafür ist sein Sohn, Malermeister Timo Christophersen, als Projektleiter verantwortlich. „Ich muss also das zerstören, was mein Vater vor vielen Jahren für uns Kinder geschaffen hat,“ stellte er fest, bevor sich eine zwölfköpfige Gruppe von Vätern ans Werk machte, die Ziegel zu entfernen und – unterstützt durch einige Mütter – die Latten des Trägergebälks nach draußen zu transportieren.

Die neue Spielebene soll quer durch die Halle verlaufen und mit einer Brücke und einem Kriechtunnel verbunden werden. An beiden Seiten sollen ein Turm und ein baumhausähnliches Gebilde entstehen, um einen „Raum der Sinne“ (des Ertastens von Gegenständen und des Spielens mit Licht und Farben) zu ermöglichen. Dazu gehört auch ein Klangtunnel und ein Kuschelbereich. Der Aufgang soll über einen Turm, der Abgang durch eine Rutsche erfolgen. Die Kosten des Projektes wurden auf etwa 30  000 Euro veranschlagt, die – abgesehen von 6000 Euro für die Rutsche – durch Spenden und diverse Aktionen bereits eingespielt sind.

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Uta Beckert, ist den „drei Säulen“ ihrer Einrichtung – Kindergartenteam, Förderverein und Elternvertretung – sehr dankbar, bei ihrem Bemühen um die Schaffung der zweiten Spielebene. „Ich bin seit 25 Jahren hier tätig und habe in all den Jahren noch niemals so einen Zusammenhalt erlebt, wie in der dreijährigen Vorbereitungsphase unseres Projekte,“ sagte sie.

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