Einweihung und ein Fehlalarm

Glückwünsche: Hans Christian Albertsen mit Sönke Peter Petersen und Klaus Jessen.
Glückwünsche: Hans Christian Albertsen mit Sönke Peter Petersen und Klaus Jessen.

Während der offiziellen Präsentation des neuen Gerätehauses wurden Feuerwehrleute zu einer Suchaktion im Wattenmeer vor Dagebüll gerufen

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05. Juli 2015, 14:40 Uhr

Feierliche Stimmung im Dorf, wo eine neue Feuerwache eingeweiht wurde, dramatische Augenblicke im Wattenmeer zwischen Dagebüll und der Insel Föhr: Die Polizei-Leitstelle Harrislee setzte am Sonnabend um 14.38 Uhr eine große Rettungsaktion in Gang, nachdem ihr per Notruf zugetragen worden war, jemand sei in Not geraten und drohe in die offene See abzutreiben. Etwa zwei Stunden suchten der Niebüller Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 und ein SAR-Hubschrauber der Bundeswehr mit Tauchern an Bord das Wattenmeer ab. Ebenfalls im Einsatz waren die Feuerwehren Niebüll, Dagebüll und Lindholm sowie die DLRG und das THW Niebüll – ohne Ergebnis. Gegen 16.30 Uhr wurde die Suche abgebrochen.

Im Dorf hingegen wurde die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses gefeiert. Anfang Februar war bereits ein verspätetes „Richt- und Dichtfest“ gefeiert worden. Der Neubau der Feuerwache bildet ein weiteres Mosaiksteinchen in der Entstehung des örtlichen Dorfzentrums, das sich nach Schließung der Hans-Momsen-Schule entwickelte. Im Schulgebäude wurde das Hans-Momsen-Gemeindehaus eingerichtet und der Schulhof zum Dorfplatz umfunktioniert. Rundum befinden sich der Kindergarten, das Schwimmbad, der Sportplatz und – etwas abgesetzt – der Schulwald. „Die Gemeinde investierte in dieses Zentrum 600  000 Euro. Die neue Feuerwache, als Anbau ans Gemeindehaus errichtet, kostete allein 230  000 Euro“, erklärte Bürgermeister Hans Jürgen Ingwersen.

Gemeindewehrführer Sönke Peter Petersen nahm Glückwünsche von den benachbarten Wehren entgegen, ferner aus der Gemeinde, von der Kirchengemeinde und vom Kreisfeuerwehrverband, vertreten durch Kreiswehrführer Hans Christian Albertsen, der dem Gemeindewehrführer einen Ehrenteller überreichte. Bürgermeister und Gemeindewehrführer würdigten die gute Arbeit und dankten den ehrenamtlichen Helfern, an deren Spitze Klaus Jessen. Er und seine Kameraden hatten 1000 Arbeitsstunden geleistet. Insgesamt habe die Dagebüller Feuerwehr den Bau der Feuerwache positiv begleitet, stellte ein zufriedener Bürgermeister fest.

Mittlerweile ist der Brandschutz in der Gemeinde Dagebüll neu organisiert. Denn mit Wirkung vom 1. Januar dieses Jahres gibt es statt der drei Ortswehren Dagebüll, Fahretoft und Waygaard nur noch die Gemeindewehr Dagebüll. Die Fusion zeichnete sich seit langem ab. Ungenügende Tagesverfügbarkeiten wegen auswärtiger Berufstätigkeit und der demografische Wandel waren die Hauptgründe. Weitere Gemeinsamkeiten kamen hinzu und mündeten schließlich in den Plan zum Neubau, der die Dorfentwicklung, wie sie der Bürgermeister sieht, einen weiteren Schritt voran brachte. Ingwersen lud die Dagebüller ein, sich im „Dorfzentrum“ umzuschauen.

Der offiziellen Einweihung folgte ein Beisammensein auf dem Dorfplatz, auf dem auch eine Hüpfburg für die Kinder aufgestellt war. Spätestens heute ist bei der FF Dagebüll wieder der Alltag eingekehrt. Gemeindewehrführer Petersen stehen jetzt 64 Leute zur Verfügung, davon 53 Einsatzkräfte.




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