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Hans-momsen-Haus : Einweihung rückt in greifbare Nähe

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Richtfest für das Hans-Momsen-Haus: Der Umbau auf der Gabrielswarft soll laut Hans Werner Paulsen im Frühsommer 2015 fertig sein

„Wir können Richtfest feiern“, hieß es überraschend vom Dach des Fahretofter Hans-Momsen-Hauses durch Zimmerer Martin Peter Hansen aus Ostbargum. In aller Eile hatte „Bau- und Hausherr“ Hans Werner Paulsen auch eine 35-köpfige Richtgesellschaft beisammen, die das Zeremoniell am Wochenende auf der Gabrielswarft feierte.

Je eine Krone von Nachbarn und der Hans-Momsen-Gesellschaft, eine kleine Krone von Franziska Dassow, Grüße von der Gemeinde Dagebüll durch Kurt Hinrichsen und der von Christian Paulsen dargebrachte Richtspruch: damit war auch dem Brauchtum Genüge getan. Während die Gäste sich an einer leckeren Suppe und einem Getränk labten, informierte Hans-Werner Paulsen über den Stand des ebenso bewundernswerten wie einmaligen Projekts „Hans-Momsen-Haus.“

Zum Haus: Das vom Schiffer Jacob Lützen vor 335 Jahren erbaute und danach vom Landmann, Mechaniker und Mathematiker Hans Momsen (1735 – 1811) bewohnte Friesenhaus auf der Gabrielswarft gegenüber der Kirche ist im Begriff ein Museum zu werden. Soweit möglich, soll das Interieur des Hauses wieder so hergerichtet werden, wie es Momsen einst bewohnte. Während das Innere im Rohbau bereits echte Konturen zeigt, ist das Äußere des Hauses zurzeit im Werden.

Als Hans Momsen heiratete, errichtete einen Hausgiebel an der Südseite und einen Anbau an der Nordseite. Mit dem Anbau kam der neben dem Haus befindliche Brunnen unter Dach. Mit den Jahren wurde er verfüllt, doch jetzt wieder ausgeräumt und in seinen alten Zustand zurückversetzt. Im Zuge der Bauarbeiten am Momsen-Haus stellte sich heraus, dass der Anbau baulich schwächelte. Er wurde abgerissen und von Hauke Petersen (Bredstedt) erneuert. Das Dach über dem Anbau und das Walmdach am Ostgiebel werden jetzt neu eingedeckt. „Mit Reet vom Hauke-Haien-Koog“, hofft Hans Werner Paulsen, wenn Dachdecker John Hansen aus Braderup zu Werke geht. Das neu „abgezimmerte“ Dach über dem Anbau war Anlass, ein Richtfest zu feiern.

Nach Hans Momsen hatte das Haus diese Bewohner: Zunächst waren es Momsens Kinder, denen Godber Petersen, Jacob und Abel Sibbersen, Marianne Sönnichsen und zuletzt Christa Deter folgten, von der die Hans-Momsen-Gesellschaft das Haus für 145 000 Euro erwarb. Restaurierung, Umbau und Innenarbeiten sind nach grober Schätzung mit 350 000 Euro veranschlagt – Eigenleistungen inbegriffen.

Bis auf etwa 50 000 Euro für Rest- und Außenarbeiten ist das Projekt finanziert. Geholfen haben unter anderem 152 000 Euro aus Brüssel und 124 150 Euro von der Verlegerwitwe Friede Springer. Ocke Momsen aus Ahrensburg spendete 10 000, und die Stiftung Deutscher Denkmalsschutz 5000 Euro. Hans Werner Paulsen rechnet mit Fertigstellung und Einweihung des Momsen-Hauses im Frühsommer 2015.

 

 

Mathias Rickertsen, Schatzmeister der Hans-Momsen-Gesellschaft, bittet um Spenden auf die Konten bei der Nospa (IBAN: DE15 2175 0000 00100086 05; BIC NOLADE21NOS) oder VR-Bank Niebüll (IBAN DE04 2176 3542 0007 8313 66; BIC GENODEF1BDS).


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erstellt am 29.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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