Protest : Einwände gegen die Westküstentrasse

Vorgesehene Trasse ist den Stedesander Gemeindevertretern zu dicht an der geschlossenen Bebauung geplant

shz.de von
23. Juni 2014, 05:15 Uhr

Baulich herrscht in der Gemeinde zurzeit viel Bewegung. In ihrer 5. Sitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Stephan Koth gab die Gemeindevertretung grünes Licht für einen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus. Mit der mit Kosten von 75 000 Euro veranschlagten Baumaßnahme soll mehr Platz für die örtliche Feuerwehr und den Bauhof geschaffen werden. Der Bau soll in Kürze in Angriff genommen werden.

Einem weiteren Beschluss zufolge sollen die wassergebundenen Kies-Grand-Wege überarbeitet werden. Außerdem wird ein Gemeindeweg im Rahmen der „Kleinen Flurbereinigung“ asphaltiert. Diese Maßnahme kostet 260 000 Euro, zu denen die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent erwartet.

Der im Gange befindliche Anschluss der Gemeinde an das Breitbandnetz gestaltet sich, gemessen an der Resonanz für den Wechsel auf die schnelle Datenautobahn, zu einer Erfolgsgeschichte. Statt der geforderten 70 Prozent haben sich (Stand heute) bereits 85 Prozent der Haushalte für einen Anschluss an das Breitbandnetz entschieden. Die noch Unentschlossenen haben die Chance, sich bis zum 30. Juni zu entscheiden. Für einen Entschluss nach diesem Termin wird’s teurer.

Drei Harden ist zurzeit dabei, die mehr als 50 Jahre alte Wasserleitung im Ortskern zu erneuern. Davon betroffen sind die Dorfstraße zwischen dem Hotel „Deichgraf“ und dem Ortsausgang nahe dem Bahnübergang, der Kirchen-, Süder-, Ringweg und der Kirchensteig. Ausgetauscht Alt gegen Neu werden etwa 2000 Meter Leitung.

Mit drei Maßnahmen ist die Gemeindevertretung nicht einverstanden. So möchte sie die für die 380-KV-Westküstenleitung vorgesehene Trasse im Bereich Broweg/Musenburg weiter entfernt von der geschlossenen Bebauung verlegt sehen. Nicht einverstanden ist sie auch mit dem totalen Rückzug der Nospa aus dem Dorf. Damit sich die Bürger mit Bargeld versorgen können, wünscht die Gemeinde die Aufstellung eines Geldautomaten nahe oder an der Tankstelle Wilhelmsen. Schüler, die die Regionalschule (später Gemeinschaftsschule) Niebüll besuchen, sollen künftig zur näher gelegenen Schule Leck wechseln, heißt es „administrativ von oben“. Die Gemeindevertretung fordert, wenn sie sich denn diesem Druck beugen muss, eine Übergangsfrist.

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