Appell in Stadum : Einsatz im Kosovo

Oberst Tilo Maedler verabschiedete die  Gruppe im Rahmen eines Appells. Foto: Karin Johannsen
Oberst Tilo Maedler verabschiedete die Gruppe im Rahmen eines Appells. Foto: Karin Johannsen

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10. September 2010, 06:03 Uhr

Stadum | Mit einem Appell wurden gestern 41 Soldaten in den Einsatz im Kosovo verabschiedet. Die Aufgabe des Sicherungszuges wird es sein, mit dem Schutz der Feldlager zum Erfolg der internationalen Schutztruppe KFOR beizutragen.

Erstmalig wurde die Flugabwehrraketengruppe 25 beauftragt, ein solch großes Kontingent zu stellen. 38 von zurzeit insgesamt 739 Soldaten dieser Gruppe haben sich für diesen Auslandseinsatz freiwillig gemeldet, unterstützt werden sie von drei Soldaten von der Flugabwehrraketengruppe 26 in Husum.
"Wichtiger Beitrag"
Der Kommodore, Oberst Tilo Maedler, wertete im Beisein der Angehörigen den Einsatz als einen weiteren wichtigen Beitrag des Geschwaders zum Einsatzprofil der Luftwaffe. "Zahlreiche Soldaten unseres Verbandes haben sich bereits in den verschiedenen Einsatzgebieten der Bundeswehr weltweit bewährt", sagte Oberst Maedler und erinnerte daran, dass er erst vor wenigen Wochen das Operational Mentoring & Liaison Team (OMLT) in den Einsatz im Raum Kunduz zur Unterstützung des Aufbaus der afghanischen Streitkräfte verabschiedet habe. Mit diesem Sicherungszug hat das Geschwader parallel ein zweites größeres Kontingent im Einsatz. "Sie werden im Kosovo viele neue Eindrücke erleben und Sie werden sehen, wie KFOR helfen konnte, dieser von Krieg und Gewalt heimgesuchten Region heute eine Perspektive auf eine friedliche und selbstbestimmte Zukunft zu öffnen", rief der Kommodore den Soldaten zu. Die Souveränität und territoriale Integrität des Kosovo seien heute politische Fakten - aber beides sei noch fragil und bedürfe der weiteren Festigung. Angesichts der Tatsache, dass dieser Einsatz im Kosovo seit mehr als zehn Jahren andauert, dürfe man nicht von einem Routine-Einsatz sprechen, meinte Oberst Maedler und betonte: "Ein Einsatz ist nie Routine! Immer müssen Sie mit unvorhergesehenen Situationen, auch mit Risiken und Gefahren rechnen."
"Helfen Sie sich gegenseitig"
Der Kommodore versicherte, dass ein solcher Einsatz - so anstrengend und fordernd er auch sein kann - eine persönliche und erfüllende und wichtige Schlüsselerfahrung sei. "Treten Sie als Team auf, achten Sie aufeinander und helfen Sie sich gegenseitig", gab er ihnen mit auf den Weg.
Flugplatz und Fernmeldestation schützen
Die Soldaten des Sicherungszuges fliegen nach einer Urlaubswoche am 20. September zum Feldlager nach Prizren/Kosovo. Von dort aus werden sie insbesondere den Flugplatz in Toplicane und die deutsche Fernmeldestation in Cviljen schützen. Anfang Januar 2011 wird der Sicherungszug wieder in der Heimat erwartet.

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