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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:10 Uhr

Einsatz für Menschen mit Handicap

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Leck hat eine neue Beauftragte für Menschen mit Behinderung: Anika Lorentzen übernimmt das Ehrenamt von Helmut Enke

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 13:43 Uhr

Der Posten „Beauftragte/r für Menschen mit Behinderungen der Gemeinde Leck“ ist neu besetzt: Anika Lorentzen ist die Nachfolgerin von Helmut Enke und hat diese Tage das Ehrenamt übernommen. Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wurde Enke verabschiedet, der sich sieben Jahre lang für die Belange der Menschen mit Handicap eingesetzt hat und laut Bürgervorsteher Andreas Deidert „große Fußstapfen“ hinterlässt. Gleichzeitig wurde die Stadumerin Anika Lorentzen von den Gemeindevertretern einstimmig als Lecks neue Beauftragte für Menschen mit Behinderungen berufen.

„Du hast viel Arbeit geleistet, die wir gar nicht immer so gesehen haben“, wandte sich Bürgervorsteher Deidert. an den scheidenden Beauftragten. Die Zusammenarbeit Enkes mit der Gemeindevertretung sei vertrauensvoll und konstruktiv gewesen. „Und du hast es immer geschafft, den Finger in die Wunde zu legen“, resümierte der Bürgervorsteher und nannte als Beispiel Enkes langen Kampf für eine behindertengerechte Toilette im Leck-Huus. „Du hast nie aufgegeben, auch wenn es manchmal schwierig war“, sagte Deidert anerkennend.

Der scheidende Amtsinhaber bedankte sich „von ganzem Herzen bei allen, die mich in der Arbeit unterstützt haben“. Nach dem Motto „wer geht, muss einen ausgeben“ hatte Helmut Enke etwas für die Gemeindevertreter mitgebracht – Broschüren zum Thema Barrierefreiheit in Schleswig-Holstein, aus denen leider deutlich zu erkennen sei, das besonders im westlichen Teil des Landes noch viel Handlungsbedarf bestehe, gab Enke den Gemeindevertretern mit auf den Weg. Seiner Nachfolgerin wünschte er „eine glückliche Hand und viel Freude bei der Arbeit“. Auch ihr hatte er etwas mitgebracht: ein Notizbuch, „um die Erfolgserlebnisse einzutragen“. Dazu wird es nach Ansicht von Bürgervorsteher Andreas Deidert bald kommen: „Wir glauben, dass Frau Lorentzen ihre Arbeit sehr, sehr gut machen wird“, sagte er auch im Namen von Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn.

Den direkten Kontakt mit Menschen mit Behinderungen – darauf freut sich Anika Lorentzen am meisten. Beworben hat sie sich, weil sie Aufgabe „spannend“ findet. Konkrete Ziele gesetzt hat sie sich noch nicht, außer natürlich sich für andere einzusetzen. „Ich warte einfach ab, was auf mich zukommt.“ Die 39-Jährige wohnt mit ihrem Mann und drei Kindern in Stadum und ist Sozialarbeiterin. Als Beauftragte für Menschen mit Behinderungen unterstützt sie zum Beispiel bei amtlichen Anträgen, berät Hilfesuchende und stellt Kontakte her, auch nimmt sie gerne Hinweise von Betroffenen zu mangelnde Barrierefreiheit in der Gemeinde von den Einwohnern entgegen. Jeden zweiten Dienstag im Monat ist von 15 bis 16 Uhr eine Sprechstunde im Lecker Rathaus anberaumt, darüber hinaus ist die neue Beauftragte für Menschen mit Behinderungen unter der Telefonnummer 04662/891928 erreichbar. Auch in Ausschuss- und Gemeindevertretersitzungen wird Anika Lorentzen anwesend sein, um die Anliegen weiterzutragen und auf Probleme hinzuweisen.

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