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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 04:49 Uhr

Einsatz für das Wohl der Einwohner

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Die Aufwertung der Sicherheit und Lebensverhältnisse im heutigen Gemeindegebiet “– das und mehr hat die Bürgerstiftung Sprakebüll zum Ziel

von
erstellt am 28.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Wie sehen der Zweck und die geplante Arbeitsweise der im September gegründeten und vom Amt Südtondern betreuten „Bürgerstiftung Sprakebüll“ aus? Antworten auf diese und andere Fragen bekamen interessierte Ortsansässiger sowie Gäste aus den umliegenden Gemeinden im Gasthof Paulsen. Eingeladen zu dieser Info-Veranstaltung hatte die Gemeindevertretung Sprakebüll.

Erfolgt sei die Gründung durch den Bürgerwindpark Sprakebüll, vertreten durch deren Geschäftsführer Hans Christian Andresen, der 10  000 Euro ins unantastbare Stiftungsvermögen eingezahlt und jährliche Spenden fest zugesagt habe, erläuterte Bürgermeister Karl-Richard Nissen. Letzteres gelte auch für den Bürgerwindpark Stadum-Sprakebüll als zweite Einrichtung ihrer Art in der Gemeinde. Die Gemeindevertretung habe der ortsansässigen „Stiftung von Bürgern für Bürger“ als erste Zuwendung das 2013 erhaltene Preisgeld überlassen, das Sprakebüll bei einem Wettbewerb für ein vorbildliches Wärmekonzept gewonnen hatte. Auch die Satzung der Bürgerstiftung Sprakebüll als deren „Verfassung“ sei schon beschlossen. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung sei beantragt, ihre Anerkennung vom Finanzamt bereits in Aussicht gestellt. Die konstituierende Sitzung stehe aber noch aus, erläuterte Nissen.

Weitere Ausführungen zum Thema übernahm Judith Horn, Mitarbeiterin des Amtes Südtondern. Die Stiftung sei „eine Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens einen vom Stifter festgesetzten Zweck verfolgt“. Das Vermögen dürfe nicht angerührt werden, werde eventuell sogar noch weiter aufgebaut. „Die Erträge aber kommen den Zuwendungsempfängern zugute“, so versicherte sie. Diese zu erwirtschaften, sei in der gegenwärtigen Phase extrem niedriger Zinsen enorm schwierig, sodass man auf Spenden angewiesen sei.

In der Satzung der Bürgerstiftung Sprakebüll werde als Zweck „die Aufwertung der Sicherheit und Lebensverhältnisse im heutigen Gemeindegebiet von Sprakebüll sowie die Förderung von Einrichtungen, die allen Sprakebüller Einwohnern zugänglich sind“ genannt. Zu fördern sind beispielsweise Projekte aus den Bereichen Kunst und Kultur, Landschafts- und Denkmalspflege, Seniorenhilfe, Wohlfahrtswesen, Bildung und Erziehung, Feuerwehr und Ausbau des Breitbandnetzes.

Verwaltet wird das Geld vom Stiftungsrat, der maximal sieben Personen umfasst: den Geschäftsführer des Stifters, den Amtsdirektor oder ein von ihm zu benennender Treuhändler, den Bürgermeister, eine von der Gemeindevertretung vorzuschlagenden Person, eine Mutter von mindestens einem schulpflichtigen Kind, einen mindestens 65 Jahre alten Vertreter der Senioren und den Wehrführer der örtlichen Feuerwehr. Dieser Vorgabe entsprechend werden dem Stiftungsrat voraussichtlich angehören: Hans Christian Andresen, Judith Horn, Karl-Richard Nissen, Christina Wuth, Astrid Nissen, Ulrich Grabert und Claus Fries.

Bürgermeister Nissen wertete die Bürgerstiftung als „geeignetes Mittel, eigenes Geld im Dorf zu behalten“, falls die Zeiten für kleine Kommunen mal schlecht werden sollten. Einige Zuhörer dankten dem Bürgerwindpark und der Gemeindevertretung für ihre bewiesene Weitsicht und ihren engagierten Einsatz für das Wohl der Sprakebüller Einwohner.

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