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Nordfriesland Tageblatt

23. November 2017 | 10:35 Uhr

Einfühlsam und mitreißend

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

40 „Hale-Pop-Singer“ begeisterten ihr aus mehreren Bundesländern angereistes Publikum in der Christuskirche

von
erstellt am 23.Mai.2016 | 11:20 Uhr

Im Juli feiert der Chor „Hale-Pop-Singers“ sein 20-jähriges Bestehen. Und auch am vergangenen Wochenende – nach seinem mitreißend dargebotenen Frühjahrskonzert in der voll besetzten Niebüller Christuskirche – wurde die Gruppe zu Recht wieder einmal umjubelt. Der vom Publikum am Ende stehend gespendete Applaus galt nicht nur den insgesamt knapp 40 Sängerinnen, Sängern und Begleitinstrumentalisten, sondern in besonderem Maße auch dem souverän agierenden Chorgründer und -leiter Frank Bernstein-Jensen.

Nachdem die Vokalisten – traditionsgemäß mit dem afrikanischen Lied „Sihamba“ („We are marching in the light of God“) auf den Lippen – feierlich ins Kirchenschiff eingezogen waren und sich im Altarraum aufgestellt hatten, begrüßte Ina Christiansen als 1. Chorvorsitzende die Konzertgäste. Nicht das geringste Verständnis ließ sie für den in der vorangegangenen Nacht stattgefundenen Vandalismus erkennen, durch den das Konzert um ein Haar hätte ausfallen müssen. Unbekannte Randalierer hatten fast alle Fensterscheiben des Gotteshauses zertrümmert. „Der Küsterin Gudrun Karstens-Fischer, der es gelang, die Kirche so kurzfristig wieder provisorisch herzurichten, danke ich von ganzem Herzen“, sagte Ina Christiansen. Zum Programm merkte sie an, man werde zum Teil mit seit langem geprobten Titeln aufwarten, aber auch einige ganz neu einstudierte Sätze erklingen lassen. Zur erstgenannten Gruppe zählte zum Beispiel „Halleluja – Salvation and Glory“, ein sakraler Satz, der einstimmig schlicht begann, sich dann aber dynamisch ständig steigerte. Fast alle Beiträge wurden – sauber intonierend und mit klar verständlicher Aussprache – a capella dargeboten. Nur bei vier Beiträgen kamen Instrumente unterstützend zum Einsatz, gespielt von Maj Britt Schneekloth (Klavier), Björn Jensen (E-Bass und Klavier) sowie Angela Petersen (Akkordeon).

Zum swingenden „Rock for Fun“ steuerte Angela Petersen ein temperamentvolles Vokalsolo bei. Das Gleiche tat Yvonne Petersen beim Instrumental begleiteten Satz „All of me“. Das einst durch Rio Reiser bekannt gewordene Lied „Übers Meer“ widmeten die Hale-Pop-Singers einem schwer erkrankten Chormitglied und sangen es, einfühlsam begleitet von ihrer Akkordeonistin, andächtig wie einen Choral. Als sehr gefühlsbetont erwies sich das zarte indianische Lied „Kuwate“, während „Sinnerman“, der einzige echte Gospel im Programm, von den Vokalisten und Instrumentalisten sehr zügig interpretiert wurde und tosenden Beifall auslöste.

Starken Eindruck hinterließen auch der durch Herbert Grönemeyer berühmt gewordene „Mambo“, der Titel „Applaus Applaus“ von den Sportfreunden Stiller und der anspruchsvolle Pop-Titel „Rama Lama“.

Von Frank Bernstein-Jensen danach befragt, von wo aus sie nach Niebüll angereist seien, meldeten sich drei Konzertgäste, die aus Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg gekommen waren. Ihnen schenkte er je eine von den Hale-Pop-Singers gestaltete CD. Mit dem Song „Hit the Road Jack“ und dem nochmals temperamentvoll dargebotenten „Sinnerman“ als Zugaben klang das abwechslungsreiche Konzert fröhlich aus.

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