Lecks größter WM-Fan : Eine Woche Freudenfahrt ist genug: Morgen wird abgeschmückt

Bekannt wie ein scharz-rot-goldener Hund: Erich Siebert mit seinem WM-Fahrrad.
Bekannt wie ein scharz-rot-goldener Hund: Erich Siebert mit seinem WM-Fahrrad.

Der 69-jährige Erich Siebert aus Leck sorgt mit seinem schwarz-rot-golden verzierten Fahrrad für Aufsehen.

Avatar_shz von
17. Juli 2014, 12:15 Uhr

Wenn Erich Siebert mit seinem schwarz-rot-golden verzierten Fahrrad auftaucht, ist ihm Aufmerksamkeit gewiss: „Ich höre oft ,Toll geschmückt‘ oder ,Das sieht ja richtig gut aus‘“, berichtet der 69-Jährige aus Leck.

Fünf Fahnen und noch mehr Girlanden hat er an seinem Gefährt angebracht – und damit eine Woche lang seiner Freude über den Weltmeister-Titel Ausdruck verliehen. Bereits zur Fußballweltmeisterschaft vor vier Jahren hatte der Rentner sein Fahrrad mit Girlanden aufgepeppt. „Aber da sind wir dann ja rausgeflogen, da habe ich alles wieder abgemacht.“

Bei der diesjährigen WM hatte er keinen Grund, den Fan-Schmuck zu entfernen, im Gegenteil: „Ich habe alle Spiele geguckt. Besonders gefallen hat mir das 7:1 gegen Brasilien.“ Je weiter die Deutsche Elf kam, desto mehr Schmuck kam ans Fahrrad – und desto mehr Menschen sprachen den 69-Jährigen an. Und noch eine andere Begebenheit steigerte die Resonanz auf das WM-Fan-Fahrrad: „Ich kam in den Supermarkt und bekam sofort ,Herzlichen Glückwunsch!‘ zu hören.“ Er habe doch gar nicht Geburtstag, habe er geantwortet.

Gemeint hatten die Gratulanten auch etwas ganz anderes: In unserer Rubrik „Friesenschnack“ war von einem älteren Herrn die Rede, der in Leck mit seinem Rad unterwegs ist, das ebenso bunt geschmückt wie manche Autos und deshalb ein echter Hingucker ist. „Da haben meine Bekannten sofort gewusst: Das kann nur Erich sein“, berichtet der Lecker erfreut.

Und Bekannte hat er viele, fährt mit seinem Drahtesel nach Niebüll, Süderlügum oder Stadum. Nach dem spannenden Finale und dem Sieg der deutschen Mannschaft sind selbstredend noch ein paar Girlanden und eine große Fahne dazugekommen. Aber nach einer Woche Freuden-Fahrten ist morgen Schluss mit dem Weltmeister-Fahrrad: „Am Sonntag wird abgeschmückt“, sagt Erich Siebert, der seine Freude danach im Herzen weiter trägt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert