Förderprogramm : Eine Riesenchance für das Stadion

Der TSV Rotweiß Niebüll  ist Pächter der Sportstätten.
Der TSV Rotweiß Niebüll ist Pächter der Sportstätten.

Die Sanierung der Sportstätte des Niebüller TSV Rot-Weiß könnte mit einem Bundeszuschuss schon 2019 beginnen.

shz.de von
06. September 2018, 15:43 Uhr

Gute Aussichten für die Sanierung des Niebüller Stadiongebäudes des TSV Rotweiß in der Jahnstraße: Auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter gab Bürgermeister Wilfried Bockholt bekannt, dass es einen Projektaufruf zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gegeben habe. „Das ist eine Riesenchance“, sagte Bockholt.

Schon 2013 hatte die Stadt Niebüll einen Sportentwicklungsplan erstellen lassen, in dem die Erneuerung des 50er-Jahre-Gebäudes enthalten ist. Doch „angesichts der Vorlaufzeiten gehe ich davon aus, dass das Sanierungsprogramm - die entsprechende Genehmigung vorausgesetzt - nicht vor 2025 in Angriff genommen werden könnte, sagte Bockholt. Mit dem Bundeszuschuss könnte das Projekt schneller realisiert werden. Eine Hürde ist jedoch die Fördersumme: Die liegt bei 45 Prozent der Gesamtinvestition, jedoch mindestens einer Million Euro. Da aber die Erneuerung der Sportstätte schätzungsweise nur 1,8 Millionen Euro kostet, wäre der Förderrahmen für dieses Projekt eigentlich zu groß. Eine Nachfrage beim Innenministerium hatte jedoch ergeben, dass trotzdem Chancen bestehen, zum Zuge zu kommen- das Bundesprogramm war 2015 schon einmal aufgelegt worden und hatte auch Vorhaben mit einer geringeren Fördersumme bedacht.

Mitentscheidend ist, dass das Projekt einen gesellschaftlichen Mehrwert hat und im Sinne des Klimaschutzes durchgeführt wird. „Der Sport hat nun mal eine große gesellschaftliche Bedeutung“, bekräftigte Bockholt. Zudem leiste der TSV über den Sport einen Beitrag zur Integration.

2015 war mit einem Architekten bereits ein erster Plan für das Gebäude erstellt worden. Darin war ersichtlich geworden, dass „eine Sanierung zumindest bezogen auf den Altbau rausgeworfenes Geld“ wäre, sagte Bockholt. Obwohl das Programm grundsätzlich auf die Sanierung bestehender Objekte abziele, wäre die Unwirtschaftlichkeit nachgewiesen und somit auch ein Neubau denkbar. Sollte Niebüll den Zuschlag bekommen, würde der Bundeszuschuss maximal 810 000 Euro betragen, der Rest von knapp einer Million Euro verbliebe bei der Stadt. Dem Projektantrag wurde stimmten die Stadtvertreter einstimmig zu.

Weiter gab es erfreuliche Nachrichten aus dem Haushalt der Stadt: Aus dem Jahresabschluss 2017 ergab sich ein Überschuss von rund 2,9 Millionen Euro, der der Ergebnisrücklage zugeführt wird. „Unsere Haushaltswirtschaft ist in wirklich guten Händen. Herzlichen Dank für Ihre Arbeit, Herr Wohlert“, dankte Bürgermeister Wilfried Bockholt dem Stadtkämmerer für seine Arbeit. Bockholt bremste jedoch ein wenig die Freude über die finanzielle Lage: Im nächsten Jahr würden auf die Stadt unter anderem eine deutlich höhere Amtsumlage zukommen.

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