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Nordfriesland Tageblatt

17. Dezember 2017 | 05:36 Uhr

Eine Laienspielgruppe sagt „Tschüss“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach 23 Jahren stellt die niederdeutsche OKR-Theatergruppe Ladelund ihren Spielbetrieb wegen fehlenden Nachwuchses ein

von
erstellt am 02.Feb.2016 | 10:20 Uhr

Der Ortskulturring Ladelund (OKR) hatte die Öffentlichkeit zu einem „Teller Buntes“ in den örtlichen Kirchspielkrug eingeladen, um allen Freunden der plattdeutschen Sprache eine Freude zu bereiten, ihnen Gelegenheit zu zwanglosem Klönschnack bei Kaffee und Kuchen zu bieten und ihnen einen Einblick in die Aktivitäten die Kindertanzgruppe des TSV Achtrup zu vermitteln. Hauptanliegen des Veranstalters aber war, die von Friedel Petersen vor 23 Jahren gegründete und bis zuletzt geleitete OKR-Theatergruppe Ladelund zu verabschieden. Letztere hatte angekündigt, eine Woche später wegen fehlenden Nachwuchses an Aktiven ihren Spielbetrieb einzustellen. 76 Gäste fanden sich zu dem unterhaltsamen Nachmittag ein, viele von ihnen in der Hoffnung, dass sich in nicht allzu großer zeitlicher Ferne neue Theatertalente finden werden, um die Tradition des niederdeutschen Laienspiels fortzusetzen.

Als amtierende Vorsitzende des gastgebenden Vereins hieß Karin Christiansen alle Erschienenen willkommen, wobei sie ihre anwesende Amtsvorgängerin, Mariechen Dix, namentlich hervorhob und ihr dafür dankte, die Theatergruppe stets ideell unterstützt zu haben. Nach der gemeinsamen Kaffeetafel präsentierten Andrea und Christian Sommer, Nina Cordsen, Peter Petersen (Nordmark) und Juliane Tewes als Akteure sowie Friedel Petersen als Spielleiterin und Souffleuse noch einmal ihr diesjähriges Erfolgsstück: „Die grote Knall“ von Klaus Meinert. Schon bei der Generalprobe im Oktober 2015 hatte sich abgezeichnet, dass der Schwank um die raffgierigen Tanten „Mausi und Mopsi“ des jungen Ehepaares Knut und Sabine ein echter „Kracher“ werden würde, was sich vollauf bewahrheiten sollte (wir berichteten). Auch diesmal verfehlte der an „Action“ reiche Schwank seine Wirkung nicht und löste tosenden Beifall aus. Darüber freute sich auch Regina Cordsen, die in der jüngeren Vergangenheit Friedel Petersen als Regisseurin beziehungsweise „Mädchen für alles“ mehrmals erfolgreich vertreten hatte. Im Namen des Ortskulturrings und er Zuschauer dankte Karin Christiansen den Spielerinnen und Spielern für die hervorragende Leistung an diesem Nachmittag, der Gruppe insgesamt und deren Vorgängern auf der Bühne – insgesamt 30 Spielerinnen und Spielern – für die in 23 Jahren geopferte Freizeit und den investierten Übungsfleiß. Ihre Spielfreude habe auch anlässlich vielerlei Gastspiele in Nachbardörfern großen Anklang gefunden, so sagte Karin Christiansen. „Ihr habt jedes Jahr viele Menschen gut unterhalten und zum Lachen gebracht, bei zahlreichen Feiern von Vereinen, Verbänden und Institutionen für tolle Stimmung gesorgt“, so lobte sie die Akteure, bevor sie und ihre Amtsvorgängerin ihren Dank auch durch Blumen und kleine Präsente zum Ausdruck brachten.

Den letzten Teil des Programms bestritt die von Marion Schütt geleitete Mädchentanzgruppe des TSV Achtrup, die voller spürbarer Bewegungsfreude fantasievolle Choreographien darbot und dafür viel Beifall erhielt. Besonders gut an kam bei ihren Zuschauern ein Tanz, der „Pippi Langstrumpf“ zum Thema hatte. Nach der von viel Applaus begleiteten Verabschiedung der Kinder und ihrer Trainerin blieben einige Gäste noch – mit „open end“ – ein wenig in gemütlicher Runde beisammen.

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