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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 11:29 Uhr

Musikerlebnis : Eine klangreiche Kombination

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Erstmals traten der Achtruper Martin-Luther-Bläserkreis und der Ladelunder Projektchor gemeinsam in einem Konzert auf.

von
erstellt am 12.Dez.2013 | 17:38 Uhr

Der Achtruper „Martin-Luther-Bläserkreis“ und der in Ladelund ansässige „Projektchor“ realisierten jüngst einen von ihren Verantwortlichen seit Jahren gehegten Wunsch, in der Achtruper Kirche einmal gemeinsam ein Konzert zu gestalten.

Pastor Stefan Möbius hieß die zahlreich erschienenen Zuhörer willkommen und stimmte sie in einer kurzen Ansprache auf den Advent ein. Zugleich dankte er den Sängern, den jugendlichen und erwachsenen Blechbläsern sowie der Organistin und Begleitpianistin Christina Heinecke für die Mühe, Beiträge für ein Musikprogramm vorweihnachtlichen Inhaltes einstudiert und aufeinander abgestimmt zu haben. Der Dank galt insbesondere den Leiterinnen beider Chöre: Stephanie Budde (Projektchor) und Alexandra Holst. Zum Auftakt wartete der Posaunenchor mit einer quicklebendigen, relativ modern konzipierten Intrade auf: „Kommet ihr Hirten“, komponiert und arrangiert von Burghardt Schloemann.

Der Gemischte Chor schloss sich – von der Kirchenorgel begleitet – an mit der romantischen, unmittelbar ins Ohr gehenden „Weihnachtshymne“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die den Gesang der Engel pries. Es folgte die kaum weniger gefühlvollen Motette „Transeamus usque Bethlehem von J. Schnabel. Gemeinsam präsentierten sich Sänger und Bläser mit der Darbietung des Satzes „Tollite hostias“ von Camille Saint-Saens sowie bei der Einleitung und Begleitung der auch von der Orgel unterstützten Gemeindelieder „Es kommt ein Schiff geladen“, „Tochter Zion, freue dich“ und „O du fröhliche“. Die Kombination menschlicher Stimmen mit dem Klang der Blechinstrumente erwies sich als sehr ansprechend, was letztlich auch kein Wunder ist, da sich beide im Bezug auf ihr Obertonverhalten sehr ähneln. Nicht umsonst sagte einst ein aufmerksamer Zuhörer nach dem Solo eines Flügelhornspielers zum „Posaunengeneral“ Johann Kuhlo: „Ihr Solist hat ja wirklich ausgezeichnet gesungen, aber an seiner Aussprache muss er noch gründlich arbeiten.“

Voll auf ihre Kosten kamen in Achtrup die Freunde der eigenwillig-postmodernen Chormusik des englischen Komponisten John Rutter, der mit Harmonien, Rhythmen und eingängigen Melodien so umzugehen versteht, dass sie besonders jüngere Zuhörer begeistern. Er mutet den Sopranistinnen jedoch die Beherrschung extrem hoher Tonlagen zu, an denen besonders kleine Chöre – wie der Projektchor – ein wenig zu „knabbern“ haben. Am anrührendsten gelang Letzterem Rutters „Weihnachts-Wiegenlied“.

Bei mehreren weihnachtlichen Sätzen von M. Praetorius, J.S. Bach und Michael Haydn stellte der Projektchor unter Beweis, dass er sich auch in der barocken und klassischen Musik zu Hause fühlt.

Das gleiche Lob ist dem Bläserchor auszusprechen, dessen erfreulich sauber geblasene Darbietungen unterschiedlichsten Musikepochen zuzuschreiben sind. Erfreulich zu beobachten war auch, wie er für seine eigene Zukunft vorsorgt, gab doch Alexandra Holst bei einem Lied ihren Dirigentenplatz frei für die Nachwuchsbläserin Svenja Arntzen. Mit dem von H.-U. Nonnenmann überarbeiteten Bläsersatz „Joy to the world“ von G.F. Händel klang das Konzert in festlicher Stimmung aus. „Jetzt kann Weihnachten kommen“, ließ sich Pastor Möbius vernehmen.

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