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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 19:58 Uhr

Eine idyllische Gemeinde mit viel Potenzial

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 11:40 Uhr

Vor zehn Jahren zog Norbert Rühmann von Köln nach Galmsbüll. „Wir waren schon vorher immer viel hier oben und haben dann nach meiner Pensionierung beschlossen, ganz hierher zu ziehen.“ Seine Frau wollte in die Natur, er etwas zu tun haben. Aus diesem Grund kaufte das Ehepaar einen großen Resthof, der nach Herzenslust saniert werden konnte. „Ähnlich beobachte ich das bei einigen Häusern hier im Ort“, berichtet der Bürgermeister. Viele haben sich ein Zweithaus in der Gemeinde zugelegt, das sie mit Eintritt des Rentenalters zum festen Wohnsitz machen wollen. Doch viele der großen Höfe stehen leider auch leer. Zu groß und zu aufwendig in der Sanierung, das schrecke viele Käufer ab. „Da muss die Gemeinde bewusst eingreifen und etwas tun, wenn wir diese Höfe für die Nachwelt erhalten wollen“, sagt Rühmann. Derzeit sei es bei einem Hof, der einmal landwirtschaftlich genutzt wurde, nur erlaubt, maximal drei Wohneinheiten dort einzurichten. Durch eine Änderung des B-Planes könnten jedoch auch Wohnanlagen ermöglicht werden. Aber dafür werden Investoren gebraucht. „Auch gewerblich können diese Höfe natürlich genutzt werden, aber das geht erst, wenn wir durch Breitband eine stabile und schnelle Internetverbindung gewährleisten können.

Außer einer Kirche und einer freiwilligen Feuerwehr gibt es neben den Wohnhäusern nichts im Ort. „Da brauchen wir ja nicht um den heißen Brei reden. Wir haben keinen Kindergarten, keine Schule und auch keinen Kaufmann“, sagt der Bürgermeister. Dennoch hat die Gemeinde viele Vorzüge. Zum einen, viel Platz und Natur. Viele Einwohner hätten einen Hund, denn zum Spazierengehen und die Ruhe genießen ist der Ort ideal. Auch ist die Hundesteuer mit 15 Euro für den ersten Hund sehr gering. Außerdem liegt Galmsbüll nah an Niebüll. „Viele Mütter arbeiten halbtags in Niebüll, da ist es kein Problem, das Kind vormittags in die Schule oder den Kindergarten zu bringen“, erzählt der Wahlgalmsbüller. Im Jugendlandheim, das nahe der Kirche liegt, wird Musikunterricht für Kinder angeboten und der Chor der Gemeinde übt dort ebenfalls.

Auch bei Feriengästen sei der Ort sehr beliebt, denn von hier aus können die Inseln, Ostsee und Nordsee sowie Dänemark schnell erreicht werden – und das ganz ohne den Trubel, der auf den Insel herrscht.

„Hier hat man wirklich seine Ruhe, kann ein gutes Buch lesen oder auch die Musik laut aufdrehen“, sagt der Bürgermeister abschließend.

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