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Dagebüller Muscheltage : Eine geschmackvolle Tradition

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Fangfrisch und lecker: Zwei Tage lang drehte sich in Dagebüll alles rund um die Miesmuschel. Ein Genuss für Einheimische und Urlauber.

Am Sonnabendmorgen goss es noch wie aus Eimern. Doch nach und nach riss die Wolkendecke auf und öffnete der Sonne genügend Lücken für einen noch sonnigen Tag, wenngleich es von See her mit Windstärken um zehn pustete und die gelbe Warnflagge an der DLRG-Bude „knattern“ ließ. Dennoch nahmen die 16. Dagebüller Muscheltage ihren gewohnten Lauf.

Klaus Schmidt, Vorsitzender des gastgebenden Fremdenverkehrsvereins, hatte vor der Parkgarage ein Zelt aufstellen lassen. Antje und Hans Tellermann hatten an Kochpott und Bratpfanne Position bezogen, Anka Hansen genügend „fangfrische“ Miesmuscheln bei der Frysk Royal in Emmelsbüll-Horsbüll geordert und Hannes Andresen mit seinem Kollegen hinterm Getränketresen Aufstellung genommen.

Die Namensgeberin der Dagebüller Fete, die Miesmuschel (Mytilus edulis), war dieses Mal von besonderer Qualität. „Super“, meinte auch ein Paar aus dem nahen Risum, das regelmäßig die Muscheltage besucht und Vergleiche ziehen kann. Die Emmelsbüll-Horsbüller Muschelfabrik bezieht ihr „schwarzes Gold“ aus verschiedenen Quellen und verarbeitet es zu mehreren Endprodukten.

Doch die Miesmuschel für die beiden ihr gewidmeten Dagebüller Festtage kam in ihrer weitgehend naturbelassenen Form in Kochtopf und Pfanne – freilich gereinigt, entsandet und entbartet und sozusagen, wie Klaus Schmidt hervorhob, direkt „aus dem Meer von vor der Haustür“ und frisch, wie es frischer nicht geht.

Das Kosten und Schmausen erstreckte sich über Sonnabend und Sonntag – und war eingebunden in ein buntes Programm. Am Sonnabend spielte die Schafflunder „Pa’s Brassband“ unter der Leitung von Marcus Pot auf, und auch der Niebüller Shantychor sang. Lothar Petersen legte Schlager auf. Am Sonntag gastierten der Feuerwehrmusikzug Hoyer und die Folk-Gruppe „Querbeet“. Draußen herum florierten Handel und Wandel und bot die heimische Gastronomie leckere Alternativen zu gekochter und gebratener Miesmuschel an.

Urlauber kosteten diese „erstaunliche Lebensform aus dem Wattenmeer“ zum ersten Mal. Viele Einheimische, die einmal probiert haben, sind immer wieder da, wenn die Dagebüller Muscheltage anstehen. Klaus Schmidt: „Ich kenne Leute, die ich in fünf Jahren nur fünf Mal sehe – bei unseren Muscheltagen.“

Die Idee zu den Muscheltagen kommt vom Vorsitzenden des FVV Dagebüll. Angeregt wurde Klaus Schmidt durch den Bau der Muschelfabrik hinterm Haffdeich. Die ersten Muscheltage fanden 1999 auch in der Fabrik statt, die seit mehreren Jahren außer Betrieb ist. Mit Inbetriebnahme des Inselparkplatzes wurde die alte Parkgarage hinterm Badedeich frei – und damit fortan Veranstaltungsort für Friesenabende, Muscheltage und andere Aktionen. Die Dagebüller Muscheltage sollten anfangs „mal was Neues“ sein. Längst sind sie eine ständige Einrichtung geworden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 11.Aug.2014 | 06:15 Uhr

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