Pfadfinder in Leck : Eine Flamme für das Miteinander

Marie (l.) gab  das Licht weiter an Fiene.
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Marie (l.) gab das Licht weiter an Fiene.

22 Pfadfinder holen das Jerusalemer Friedenslicht in die St.-Willehad-Kirche nach Leck.

Leck | Wenn viele Menschen zusammen einen Weg gehen, dann setzen sie ein Zeichen. „So ist das auch mit dem Friedenslicht, denn wenn wir zusammen ein Licht anzünden und weitergeben, setzen wir ein Zeichen für den Frieden“, sagte Pfadfinderin Laura Christiansen in der gut gefüllten St.- Willehad-Kirche. Das nahmen sich die vielen Kirchgänger zu Herzen, entzündeten ihre Kerzen an der Flamme aus Bethlehem nach dem diesjährigen Motto „Auf dem Weg zum Frieden“.

1986 wurde die Friedenslichtaktion vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen (siehe Infokasten unten). Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Seit 23 Jahren verteilen die Pfadfinderverbände in Deutschland das Friedenslicht in Form einer Lichterstafette und geben es so weiter.

Am dritten Adventssonntag hatten sich 22 Pfadfinder aus dem Stamm der Falken auf den Weg zu Kiel gemacht, um an der zentralen sogenannten Aussende-Feier teilzunehmen und das Licht nach Leck zu holen – eine kleine Flamme, die als Zeichen für Frieden und Völkerverständigung leuchtet. Diese kleine Flamme nahmen die Menschen als Licht mit in ihre Häuser, sprachen dazu laut oder leise Friedens-Wünsche.

Die „Ranger-Rover“ (das sind Pfadfinder ab dem 16. Lebensjahr) hatten den Gottesdienst mit Pastor Peter Janke und mit großer Unterstützung des Ladelunder Jugendchors gestaltet. Maj-Britt Graening nahm die Kirchgänger mit auf ihren persönlichen Weg zum Frieden: „Setzt euch bequem hin, nehmt eine entspannte Haltung ein und schließt die Augen“. Wo bist Du? Was hörst Du? Was riechst, was spürst Du an Deinem Ort des Friedens? Anhand von Beispielen verdeutlichte Maj-Britt Graening, dass man den Ort des Friedens überall schaffen kann, denn: „Frieden ist nicht das Ziel, sondern der Weg“, sagte sie.

Die Falken und einige Mitglieder des Jugendchors umrahmten die Beiträge mit Songs wie „Heal the world“ von Michael Jackson oder „This little light of mine“. Sie versprühten Fröhlichkeit und erzeugten gleichzeitig eine Aufbruch-Stimmung. Es wurde mitgeklatscht, und schließlich erntete das jugendliche Ensemble stehende Ovationen für ihren erfrischenden wie auch berührenden Auftritt. Die zahlreichen Besucher waren sich einig: „Dieser Gottesdienst war ein Geschenk. Er ging unter die Haut und zu Herzen.“

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