zur Navigation springen

Private Kunst : Eine eingeschworene Gemeinschaft – Gruppe „Karrharder Hof“ im Andersen-Hüs

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sie malen gemeinsam und unternehmen Tagesfahrten in Sachen Kunst

Sie malen gemeinsam und unternehmen Tagesfahrten in Sachen Kunst. Seit 1994 gibt es den Malkreis „Karrharder Hof“. Elf Teilnehmerinnen aus Nordfriesland treffen sich regelmäßig einmal in der Woche von 14 bis 18 Uhr in Leck. Hier arbeiten sie in Aquarell, Pastell und Öl – ihre Motive wählen sich die Schülerinnen selber aus. Zwischendurch gibt es eine halbe Stunde Kaffeepause, dann wird geschnackt. Vornehmlich über Kunst und Reisen.

Geleitet wird die Gruppe von dem gebürtigen Klixbüller Friedrich Schütt (Jahrgang 1932). Er wurde seinerzeit inspiriert von dem Klixbüller Kunstmaler Gerhard Sommer, absolvierte ein Fernstudium an der Akademie für Malerei und Design in Paris, machte einen Abschluss. Friedrich Schütt bezeichnet sich nicht als Heimatmaler, er wählt Motiv aus, die ihn ästhetisch ansprechen. Von 1966 bis 1992 folgten zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen. Von 1974 bis 1987 war Friedrich Schütt Dozent an der Volkshochschule Niebüll, unterrichte an der Kunstakademie „Friskole Als“ in Sonderburg und führt seit 1991 sein eigenes Atelier im Gutshaus „Karrharder Hof“. 1994 entstand dann die gleichnamige Gruppe.

„Unsere Bilder hängen über die Landesgrenzen hinaus aus“, erklärt Friedrich Schütt mit einem Lächeln und meint damit in erster Linie Dänemark. Zu den treuesten Mitgliedern des Malkreises gehören Gudrun Anderen aus Uphusum und Hella Rasmussen aus dem Herrenkoog. Beide Frauen fingen in der VHS-Gruppe von Schütt an – das war vor 32 Jahren. „Wer solange malt, ist kein Laie mehr“, sagt Friedrich Schütt anerkennend und zeigt stolz auf die völlig unterschiedlichen Arbeiten aller elf Künstlerinnen an den Wänden des Andersen-Hüs. Neuzugänge sind selten, aufgenommen wird nicht jeder. „Es muss von der Mentalität her stimmen“, so Schütt. Zusammenarbeiten und einander helfen, sich gegenseitig loben, aber auch diskutieren kritisieren sind wichtig. Wer zu dominant ist, passt hier nicht her. „Wir sind eine homogene Gruppe.“

Wer die Arbeiten sehen möchte, hat nun Gelegenheit dazu. Die Malgruppe stellt ab sofort bis zum 28. November im Andersen-Hüs in Klockries Nr. 64 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus.

www.andersen-hues.de, info@andersen-hues.de

zur Startseite

von
erstellt am 31.Okt.2015 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen