zur Navigation springen

50 Jahre DRK Stedesand : Eine Bereicherung für das Dorfleben

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Seit 50 Jahren gibt es den DRK-Ortsverein in Stedesand / Auf dem Jubiläumsfest dankte die Vorsitzende Frauke Unglaube allen Unterstützern

Der DRK-Ortsverein schlug gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Im Knopp wurden sein 50-jähriges Bestehen und das Erntedankfest gefeiert. Außerdem wurden zwei Blutspender geehrt. Hans Werner Bossen spendete in diesem Jahr zum 100. und Heinz-Georg Gregersen zum 50. Mal.

Bürgermeister Stephan Koth berichtete in seinem Grußwort von einer alles in allem guten Ernte, merkte aber auch kritisch an, dass gute Erträge niedrige Preise zur Folge haben können. Aus der Gemeinde teilte er mit, dass die Kreisstraße K 88 mitsamt der Dorfstraße saniert wird, dass sich 80 Prozent der Haushalte für das Glasfaserkabel entschieden hätten, dass Arbeiten an der Bahnstrecke laufen und dass die Gründung eines „Förderkreises Friedhof“ geplant sei mit dem Ziel, den parkähnlichen Charakter des Friedhofs zu erhalten.

Frauke Unglaube hieß zum Jubiläumsfest eine Vielzahl von Vertretern örtlicher Vereine und Institutionen willkommen. In einem umfassenden Rückblick berichtete sie aus der Geschichte des Roten Kreuzes im Allgemeinen und des Ortsvereins im Besonderen. In der Region kam es zwischen 1916 und 1926 zur Gründung mehrerer Ortsvereine, darunter auch in Stedesand. Nach dem 2. Weltkrieg gründete Theodore Muus einen Ortsverein Stedesand-Klintum mit Tina Paulsen als Gemeindeschwester. 1948 übergab sie den Vorsitz an Hans Behlen (Störtewerkerkoog).

1964 wurde im Einvernehmen unter den Bürgermeistern Gustav Petersen (Stedesand), Carsten Hansen (Störtewerkerkoog), Thomas Thomsen (Klintum) und Nis Korbmann (Westerschnatebüll) ein eigenständiger DRK-Ortsverein Stedesand gegründet, der die bisherige Rotkreuzarbeit fortsetzte. Vorsitzender wurde Sönke Asmussen. Vereinsgebiet wurden die eben genannten Gemeinden. Das änderte sich Anfang der 1970er Jahre mit der Gebietsreform, als Klintum und Osterschnatebüll Leck zugeordnet wurden.

Die Arbeit des Ortsvereins gewann an Vielfalt im Leben der Gemeinde. Neben Erstehilfekursen wurde das Leben im Dorf durch viele Veranstaltungen bereichert. Zu diesen gehört seither auch die Durchführung des Erntefestes. 1984 wurde eine Asylantenfamilie aufgenommen, 1989 das Silberjubiläum gefeiert und 1994 die Seniorenbetreuung von der Gemeinde übernommen. Vorsitzende wurde nach Sönke Asmussen nun August Siewertsen und nach ihm Frauke Unglaube.

Im Jahreskalender bekamen Lotto, Kartenspiel, Klönschnack, Essen in der Gemeinschaft, das Neujahrsabendbrot, Heißweckenessen, Theaterabende, Fahrten, Osterfrühstück, Spargelessen und Weihnachtsfeier ihren festen Platz. Außerdem wurde fortan zweimal im Jahr Blut gespendet.

Wie viel ein mehrmaliger Spender zur Ader lässt, zeigt ein umfunktioniertes Ölfass. An übereinander liegenden Markierungen wird deutlich gemacht, in welchem Umfang ein Spender helfen kann, Leben zu retten.

Frauke Unglaube dankte allen, die bei den Aktionen des DRK mithalfen, die spendeten und immer da waren, wenn das DRK rief. Dann bat die Vorsitzende zu Tisch und ermunterte ihre Gäste, bei der reichhaltigen Tombola ebenso reichlich mitzumachen.


zur Startseite

von
erstellt am 11.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen